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Streckensperrungen:Bäume bei Gmain geschädigt

Forstbetrieb entfernt vor allem Eschen an Ortsstraße

Absterbende Bäume bedrohen die Verkehrssicherheit im östlichen Bereich des Ortsteils Gmain der Marktgemeinde Isen, das geben die Bayerischen Staatsforsten bekannt. Totäste können herunterfallen und Bäume umstürzen. Von Dienstag, 27. Oktober, an werden daher für mehrere Tage kurzzeitige Streckensperrungen entlang der Gmainer Ortsstraße nötig sein.

Durch die zunehmende sommerliche Trockenheit in Kombination mit Schädlingsbefall und dem auftretenden Eschentriebsterben seien zahlreiche Buchen, Eichen, Fichten und Eschen geschädigt und bedrohten Gebäude und Verkehrswege, teilt der stellvertretende Forstbetriebsleiter Sebastian Klinghardt mit. Diese Bäume werden vom Forstbetrieb Wasserburg entnommen. Das Gelände ist steil und die Bebauung nahe, daher ist der Einsatz von teurer Spezialtechnik und eigens geschultes Forstpersonal nötig. Unter anderem werden eine bis zu 35 Meter ausfahrbare und geländegängige Hebebühne und Baumkletterer eingesetzt.

Besonders vom Eschentriebsterben befallene Bäume müssten entnommen werden, heißt es. Verursacht werde es durch einen Pilz, das falsche weiße Stengelbecherchen, der aus Asien stammt. Die Erkrankung führe zum Absterben von Kronenteilen, Wurzeln und ganzer Bäume. Auffallend unbelaubte und somit gefährliche Totäste könnten leicht erkannt werden, heißt es. Von ihnen gehe "eine erhebliche Gefahr für Waldbesucher und den Straßenverkehr" aus. Die zu fällenden Bäume hat Förster Sebastian Kornherr demnach bereits im Sommer erledigt markiert. Es sei ein großes Anliegen des Forstbetriebs, "auch die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen", teilt Klinghardt. Die Holzerntemaßnahme sei eingehend besprochen worden. Der Forstbetrieb werde größere Mengen Holz zur Verbesserung des Lebensraums für viele Tiere, Insekten und Pilze auf der Fläche lassen. Weiterhin wurde mit den Arbeiten abgewartet, bis auch die Brutzeit der Eulen und weiterer Höhlenbrüter vorüber ist.

Die Isener Bürgerinnen und Bürger müssten sich um die Zukunft des Waldbestandes jedoch keine Sorgen machen. Unter den absterbenden Bäumen habe sich bereits ein buntgemischter und klimastabiler Wald entwickelt. "Es ist zwar sehr schade um die alten Bäume, die neue Waldgeneration steht aber bereits in den Startlöchern", so wird Revierleiter Kornherr in der Pressemitteilung zitiert. Der Forstbetrieb Wasserburg bittet während der Streckensperrung um Nachsicht und dankt der Bevölkerung für ihr Verständnis.

© SZ vom 26.10.2020 / sz
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