Seltenes Phänomen:Sonnenstrahlen lösen Brand aus

Lupeneffekt entzündet trockene Pflanzen in einem Gewächshaus

So einen Fall hat Kreisbrandrat Willi Vogl bislang auch noch nicht erlebt: Am Montag ist in Lappach bei Dorfen ein Gewächshaus im Garten eines Einfamilienhauses wohl durch den Lupeneffekt des Sonnenlichts in Brand geraten. Als vermutliche Brandursache gelten laut Polizei vertrocknete Pflanzen in dem Glashaus, die sich durch die Energie des einfallenden gebündelten Sonnenstrahls selbst entzündeten. Den Brand hatte gegen 11 Uhr ein Nachbar bemerkt und die Hausbewohner gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Nachbarn konnte das Feuer bereits vor Eintreffen der Feuerwehr mit einem Gartenschlauch eingedämmt werden. "Durch das couragierte Eingreifen konnte verhindert werden, dass die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen", schreibt die Polizei. Lediglich das Gewächshaus wurde durch das Feuer völlig zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf geschätzt 500 Euro. Die Feuerwehr Dorfen war mit drei Fahrzeugen und circa zehn Kräften am Einsatzort. Durch sie wurde der Brand endgültig gelöscht und weitere Glutnester am Haus ausgeschlossen. Eine derartige Brandursache sei ihm bislang nicht bekannt, sagte Vogl der SZ. Harald Kratzel, Leiter der Inspektion Dorfen, sprach von einer "Kuriosität", einem sehr seltenen Phänomen, "eher wie ein Sechser im Lotto, nur im negativen Sinn".

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