bedeckt München
vgwortpixel

S-Bahn Erding:"Balanceakt der Verwaltung"

Südlich geht das grüne Band über in das Grün des Stadtparks. Geh- und Radwege finden ebenfalls Platz. Die Stadt Erding hat bereits dem Planungsbüro Obermeyer den Auftrag erteilt, eine mögliche Verkehrsführung für dieses neue Quartier auszuarbeiten. Es wird zu klären sein, ob die Straße Am Bahnhof zurückgebaut werden kann, wie die Einmündungen der Dorfener und der Haager Straße aussehen könnten und ob die Wilhelm-von-Dietz-Straße weiterhin in die Haager Straße einmünden soll. Für all diese Fragen gebe es Lösungen, sagte Stadtbaumeister Sebastian Henrich.

Wie bei allen Planungen zum Ringschluss, zur Gleisführung und zum alten und zum neuen Bahnhof am Fliegerhorst bestimmt das Handeln der Stadt ein Wunsch: eine stadtverträgliche Lösung durchzusetzen mit tiefer gelegten Gleisen und einem kreuzungsfreien Ausbau der Bahnübergänge. Mittermeier erkannte darin einen "Balanceakt für die Verwaltung". Auch Gotz erinnerte daran: "Alle vier Bahnübergänge müssen aus Sicht der Bahn nicht zwingend kreuzungsfrei ausgebaut werden. Genau darum ringen wir."

Verhandlungspartner ist daher nicht nur die Deutsche Bahn AG sein, sondern auch deren Tochter DB Service Immobilien AG, die die Immobilien vermarktet. Ziel der Deutschen Bahn AG sei der Bau der Gleisanlagen, an einer städtebaulichen Entwicklung hat sie laut Rathausverwaltung nur Interesse, "wenn die Finanzierung der Untertunnelung - durch wen auch immer - gesichert ist".

Wie Henrich eingangs gesagt hatte, soll die Variante mit den oberirdisch verlaufenden Gleisen im Bereich des jetzigen Bahnhofs "abschrecken". Bei aller erforderlichen Diplomatie stellt die Stadt Erding in ihrer Sitzungsvorlage klar: "Für die Stadt Erding kommt nur die Tieferlegung der S-Bahn in Frage." Dies wisse auch die DB AG, und auf dieser Basis sollten die Gespräche fortgesetzt werden.