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Pflegeberufe:Zähes Verfahren

Landrat setzt sich für schnellere Anerkennung ein

Landrat Martin Bayerstorfer befürchtet, dass ihm ausländische Mitarbeiter des Klinikums Erding davonlaufen könnten, weil das Anerkennungsverfahren zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Oberbayern so lange dauert. Er hat sich daher mit der Bitte an Regierungspräsidentin Maria Els gewandt, ob man das Verfahren beschleunigen kann.

Das Klinikum Erding versucht aufgrund des Pflegekräftemangels seit geraumer Zeit Fachkräfte in Bosnien, Kroatien und auf den Philippinen anzuwerben. Verantwortlichen des Klinikums und Bayerstorfer liege das Anerkennungsverfahren zum Gesundheits- und Krankenpfleger der ausländischen Mitarbeiter am Herzen, schreibt der Landrat. "Um ihren Abschluss ihres Herkunftslandes bei uns anerkennen zu lassen, muss dieser von der Regierung von Oberbayern anerkannt werden. Dafür sind zahlreiche Unterlagen nötig, die einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, was ich auch für sehr richtig halte. Allerdings dauert diese Prüfung im Regierungsbezirk Oberbayern im Vergleich zu anderen Regierungsbezirken sehr lange." Noch länger dauere es für die Mitarbeiter, wenn diese noch weitere Qualifizierungsmaßnahmen ableisten müssten, wie zum Beispiel den Anpassungslehrgang, für den man den Bescheid der Regierung benötige.

Aufgrund des Pflegemangels, der auch die beiden Häuser in Erding und Dorfen treffe, sei dies auf Dauer ein untragbarer Zustand. "Zum einen können wir die ausländischen Mitarbeiter nicht gemäß ihrer Qualifikation voll einsetzen, so lange ihr Abschluss hier noch nicht anerkannt ist, zum anderen besteht die Möglichkeit, dass ausländische Mitarbeiter in andere Regierungsbezirke ziehen, wo das Verfahren schneller abgeschlossen ist." Er bitte daher Regierungspräsidentin Els, zu prüfen, ob das Anerkennungsverfahren in ihrer Behörde beschleunigt werden könne, heißt es in dem Schreiben.