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Oberding:Endlich einziehen

Am Montag startet der Unterricht an der neuen Grund- und Mittelschule Oberding

Von Regina Bluhme, Oberding

An diesem Montag sind die Herbstferien zu Ende. Für die insgesamt 300 Grund- und Mittelschüler aus Oberding beginnt an diesem Tag eine neue Ära: Endlich kann der Unterricht im neuen Schulgebäude starten. Vier miteinander verbundene Einzelmodule bilden schon rein äußerlich ein interessantes Ensemble. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit des 25,5 Millionen teuren Bauwerks. Dank eines Mini-Tunnels können die Schüler und Schülerinnen in Hausschuhen in die benachbarte Dreifachturnhalle gelangen. Die Lüftungstechnik sorgt dafür, dass in den Klassenräumen viermal in der Stunde die Luft ausgetauscht wird. In Zeiten der Corona-Pandemie "ein glücklicher Umstand", sagt der Oberdinger Verwaltungsleiter Josef Steinkirchner. Das vorgeschriebene Lüften erübrige sich somit.

Das Gebäude in Holzständerbauweise bietet Holz wohin man blickt, bei der Fassade und beim Innenleben. Die Tribüne in der Aula zum Beispiel ist aus Eiche. Wände, Boden und Einrichtung sind in hellen Grautönen gehalten. Knallgelbe Farbtupfer sind die Stühle in den Klassenzimmern, das Geländer und einzelne Wände wie die Umrahmung der Mensa-Theke. "Die Kinder bringen die Farbe",lautet das Motto von Architekt Arthur Schankula. Alle Klassenzimmer sind mit Whiteboards ausgestattet und Platz gibt es genug. Zwei Klassen teilen sich einen Gruppenraum, in dem zum Beispiel differenzierter Unterricht stattfinden kann. Die schicke Schulküche ist in den Herbstferien von den Kindern der Offenen Ganztagsbetreuung eingeweiht worden und funktioniert einwandfrei. Wie Steinkirchner erzählt, hat Oberding die alten Schulmöbel dem Flughafenverein gespendet. Die Stühle und Bänke seien in einem einwandfreien Zustand gewesen. Sie wurden nach Griechenland transportiert.

Schulleiter Johann Deschu ist begeistert. Ihn plagt nur ein Sorge: Dass wegen Corona der Präsenzunterricht wieder gestrichen wird.

© SZ vom 07.11.2020
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