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Oberding:1,8 Millionen Euro für die Erschließung

Der Bau einer Straße ist eine komplexe Angelegenheit. Das wurde am Dienstag in der Gemeinderatssitzung wieder einmal deutlich, als Rainer Irrgang vom Ingenieurbüro Irrgang die geplante Erschließung für das Baugebiet Niederding, an der Herrnstraße, vorstellte. Die sechs Meter breite Straße soll jedenfalls einen zwei Meter breiten, niveaugleichen, optisch von der Fahrbahn getrennten Gehweg erhalten. Elektrische Poller werden an der Ausfahrt zur Herrnstraße errichtet, so dass es keine Verbindung in Richtung Oberding geben wird - ein Aspekt, der den Räten sehr wichtig war. Ein kurze Debatte entbrannte an der Aufnahmekapazität von Regenwasser. Laut Irrgang ist eine Kombination von wasserspeichernden Rigolen und Sickerschächten vorgesehen. Auf Starkregen angesprochen, erklärte Irrgang, man könne nicht jedes Ereignis berechnen und Versprechungen machen, "aber mit dieser Kombination wird vieles abgedeckt". Kritische Stimmen kamen zu dem Thema auch wegen der Bodenbeschaffenheit. Nach einem Meter Humus komme "bombenfester Lehm", mahnte Georg Stemmer (CSU). Es bleibe immer eine Restunsicherheit, aber es seien Reserven eingeplant, erwiderte Irrgang. Franz Schweiger (CSU) warnte, dass die Telekom künftig immer wieder für Anschlüsse die Straße aufreißen werde. Er werde mit Vertretern der Telekom sprechen, sagte Irrgang, "das ist nicht das erste Mal". Zum Schluss erfuhren die Gemeinderat dann auch noch die geschätzten Brutto-Kosten für die Straßenerschließung: 1,825 Millionen Euro.

© SZ vom 19.11.2020 / regi
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