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Fünf Kriterien:Dorfen ist bienenfreundlich

Bezirk zeichnet Stadt für ihr Engagement aus

Oberbayerische Gemeinden, die sich für eine bienen- und insektenfreundliche Umwelt einsetzen, werden für ihr Engagement belohnt. Der Bezirk Oberbayern vergab in diesem Jahr erstmals den Titel "Bienenfreundliche Gemeinde". 26 Kommunen erhielten einen Anerkennungspreis für ihr insektenfreundliches Engagement. Als einzige Kommune im Landkreis Erding hat Dorfen diese Auszeichnung erhalten.

Fünf Kriterien musste eine Gemeinde erfüllen, um in die Auswahl der Jury zu kommen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollten alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden. Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Die sogenannte Straßenbegleitbegrünung auf gemeindeeigenen Straßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich muss die Gemeinde den örtlichen Imkern Standplätze zum Aufstellen von Bienenhäusern und Bienenvölkern zur Verfügung stellen.

Mit dem Insektensterben verbunden ist ein Rückgang der blütenbestäubenden Insekten. Bezirkstagspräsident Josef Mederer: "Damit sind elementare Grundlagen des menschlichen Daseins bedroht. Ohne

Insekten und insbesondere die Bienen und Wildbienen gibt es keinen Fruchtansatz. Viele Obst- und Gemüsesorten wären schlicht nicht mehr vorhanden." Um sich diesem Trend entgegen zu stemmen, tue es not, die Lebensbedingungen der Insekten zu fördern. Dies versucht der Bezirk mit dem Wettbewerb "bienenfreundliche Gemeinde" zu unterstützen. Gleichzeitig wandte er sich auch an alle Bürger: "Nehmen Sie sich ein Beispiel und denken Sie bei der Gestaltung Ihrer Vorgärten, Ihrer Balkonbepflanzung, bei allem, das Sie persönlich in der Hand haben, daran, dass Sie mit Ihrem Tun einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten können."

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