bedeckt München
vgwortpixel

Erding:"Wir streiken, bis ihr handelt"

"Fridays for Future" ruft zum Klimastreik in Erding auf

Am Freitag, 13. März, ruft "Fridays for Future" anlässlich der Kommunalwahlen zu einem bayernweiten Großstreik auf. Auch in Erding werden an diesem Tag wieder Menschen - wie in über 50 weiteren bayerischen Städten - auf die Straße gehen, um vor den Wahlen am 15. März klar zu machen, dass eine konsequente Klimapolitik unter Berücksichtigung von Klimagerechtigkeit unerlässlich ist. Treffpunkt ist am Grünen Markt um 14 Uhr.

Am 13. März werden die Aktivisten die Forderung nach der verbindlichen Klimapolitik für Bayern und die Kommunen auf die Straßen tragen und deutlich machen, wie entscheidend diese Wahl für die Zukunft ist. Die Klimakatastrophe habe globale Ausmaße erreicht, ihre Lösungen jedoch müssten gleichermaßen auf lokaler Ebene gefunden werden - daher werden Tausende Menschen daran erinnern, diese vielleicht letzte Chance, die Klimakatastrophe noch abzuwenden, nicht tatenlos verstreichen zu lassen. "Wie beim Klimaschutz kommt es auch bei der Wahl auf jeden einzelnen an. Deshalb wollen wir mit der Demo auch dazu aufrufen, im Sinne des Naturschutzes wählen zu gehen. Damit die Politiker sich dann auch an ihre Versprechen, vor allem im Bezug auf den Umweltschutz, halten, weisen wir sie am 13. März darauf hin", sagt Schülerin Lena Börner aus Erding. Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg demonstrieren seit Monaten junge Menschen aus ganz Deutschland und weltweit für effektive Klimapolitik - allein in Deutschland gibt es mehr als siebenhundert Ortsgruppen. Im Zuge des bisher größten Klimastreiks am 20. September vergangenen Jahres streikten mehr 1,4 Millionen Menschen in Deutschland für die Einhaltung der Klimaziele. "Nach der Übergabe der Forderungen von Fridays for Future an die Stadt Erding am 29. November vergangenen Jahres wollen wir jetzt klar machen, dass diese einen neuen Stadtrat in Verantwortung ziehen und Klimaschutz eine Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft ist", ergänzt Schülerin Jana Schröder aus Erding.

© SZ vom 26.02.2020 / SZ
Zur SZ-Startseite