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Dorfen:Drei Monate Umleitungen wegen Kanalbau

Der Abwasserkanal unter der B 15 ist nach Angaben der Stadt Dorfen nicht mehr ausreichend dimensioniert. In den kommenden drei Monaten wird er erneuert, was in der Stadt zu Staus führen wird. Am Lagerplatz an der B 15 stapeln sich schon die Rohre für die Kanalarbeiten.

(Foto: Renate Schmidt)

Stadt reißt einen Teil der B 15 auf, um Rohre mit größerem Durchmesser zu verlegen. Ein Teil des Verkehrs wird über die Innenstadt geführt, dort ist in nächster Zeit mit Staus zu rechnen

Von Thomas Daller, Dorfen

Am heutigen Montag, 7. September, beginnen in Dorfen Kanalbauarbeiten im Bereich der viel befahrenen Bundesstraße B 15, die voraussichtlich drei Monate dauern werden. Ein Teil des Verkehrs wird überörtlich umgeleitet, aber auch in der Stadt werden vorübergehend Einbahnstraßenregelungen gelten, um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten. Dennoch muss mit Staus gerechnet werden.

Ursprünglich sollten die Kanalbauarbeiten in einer Paketlösung zusammen mit dem Neubau der B 15-Brücke über die Isen erfolgen. Den Brückenneubau hat das Straßenbauamt jedoch aufgeschoben, weil er bereits im Frühjahr beginnen sollte und Corona dazwischen kam. Der Aufschub gilt jedoch nicht für die Kanalbauarbeiten. Laut Auskunft der Stadt Dorfen kann das Projekt nicht länger warten. Der Abwasserkanal sei zwar nicht marode, aber vom Durchmesser her nicht mehr ausreichend. Deswegen sollen nun größere Rohre eingebaut werden. Ein Teil der neuen Rohre stapelt sich bereits auf einer Wiese an der B 15 nahe der Agip-Tankstelle, wo ein Lagerplatz aufgekiest wurde.

Die B 15 ist somit in den kommenden drei Monaten nur noch einspurig befahrbar und zwar von Süden nach Norden. Von Süden her kommend wird auch die Zufahrt zur Innenstadt neu geregelt: Die Rosenausstraße wird zur Einbahnstraße stadteinwärts. Wer aus der Innenstadt stadtauswärts Richtung Süden herausfährt, nutzt die Haager Straße, die ebenfalls als Einbahnstraße ausgeschildert wird.

Der überörtliche Schwerverkehr von Norden kommend, fährt in Taufkirchen auf der Bundesstraße B 388 in Richtung Westen über Erding bis Pastetten zur Autobahn A 94 und auf dieser bis Dorfen.

Der überörtliche Pkw-Durchgangsverkehr von Norden mit dem Ziel zur Autobahn A 94 oder weiter nach Süden Richtung Rosenheim soll der Umleitungsbeschilderung ab der Angermaier-Kreuzung über die Buchbacher Straße, Hampersdorf, Grün- und Wasentegernbach nach Schwindkirchen und von dort nach Dorfen folgen.

Dem innerörtlichen Verkehr zum Einkaufsgebiet und dem Bahnhof wird eine Route durch die Innenstadt über die Erdinger Straße, Marienplatz, Rathausplatz und Haager Straße empfohlen. Im Bereich des Wesner Tors gilt weiterhin die Vorfahrt für den Verkehr stadtauswärts.

Theoretisch könnte der Umleitungsplan so funktionieren, eine Schwachstelle sind allerdings, wie meist, die ortskundigen Autofahrer. Denn wer zur Autobahn will, wird wohl nicht zwangsläufig die große Umleitung über Wasentegernbach und Schwindkirchen wählen, sondern sich in den innerörtlichen Durchgangsverkehr über die Erdinger Straße, den Johannisplatz und das Wesner Tor einreihen. Weil das Wesner Tor aber nur einspurig befahrbar ist und der Verkehr dort stadtauswärts Vorrang hat, ist ein Rückstau über den Johannisplatz hinaus in die Erdinger Straße durchaus zu erwarten. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass es auch beim Stadtbus zu Verzögerungen bei den Abfahrtszeiten kommen wird.

© SZ vom 07.09.2020

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