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Bayern-Tor des Monats:Mit Präzision und Feingefühl

andre huber

50 Liter Bier für die Mannschaft gibt es, wenn Andre Huber gewinnt. Das hat der Kapitän der BSG Taufkirchen zugesagt.

(Foto: privat)

Zwei Fußballer aus dem Landkreis sind mit ihren Traumtoren nominiert

Von Dan Urner

Taufkirchen/FinsingZwei Fußballer aus dem Landkreis Erding haben es im September in die Auswahl zum "Bayern-Tor des Monats" geschafft. Andre Huber von der BSG Taufkirchen und Fabian Kövener vom FC Finsing finden sich unter den insgesamt sechs Nominierten für die Auszeichnung, die gemeinsam vom Bayerischen Fußball-Verband und dem Bayerischen Rundfunk verliehen wird. Wer sich mit seinem Tor durchsetzt, ist automatisch für die Wahl zum Treffer des Jahres qualifiziert. Fußballfreunde können noch bis zum 14. Oktober online für ihren Favoriten abstimmen.

fabian kövener

Glück hat bei seinem Treffer auch eine Rolle gespielt, gibt Fabian Kövener zu, Mittelfeldspieler beim FC Finsing.

(Foto: privat)

Für den Finsinger Fabian Kövener ist die Nominierung "sehr überraschend" gekommen, wie er sagt. "Aber ich finde es natürlich gut und freue mich, dass ich dabei bin." Andre Huber, Kapitän der BSG Taufkirchen, zeigt sich nicht minder erstaunt. "Ich habe gar nicht mitbekommen, dass das so hohe Wellen schlägt", sagt der Außenstürmer, der mit dem 1:0-Führungstor im Kreisligaspiel gegen den SV Kranzing auf sich aufmerksam gemacht hat. Ein fulminanter Freistoßtreffer aus einem äußerst kompliziertem Winkel - eine bemerkenswerte Einzelleistung also, doch Huber verweist ganz bescheiden auf das Kollektiv. Es gehe vor allem um Spaß und Zusammenhalt. Sollte er sich mit seinem präzisen Linksschuss durchsetzen, "dann gibt es ein Geschenk für die Mannschaft", womit indes ein 50-Liter-Bierfass gemeint ist.

andre huber

50 Liter Bier für die Mannschaft gibt es, wenn Andre Huber gewinnt. Das hat der Kapitän der BSG Taufkirchen zugesagt.

(Foto: privat)

Seine Siegchancen mag der 24-Jährige nicht beziffern. "Die anderen Treffer sind auch schön", sagt er und merkt gleichwohl kritisch an: "So richtig objektiv ist das ohnehin nicht." Es sei vor allem entscheidend, viele Leute zu mobilisieren. Dass seinem Treffer jedoch eine reelle Siegchance innewohnt, erkennt auch seine Konkurrenz wohlwollend an. Fabian Kövener, Mittelfeldspieler des Bezirksligisten FC Finsing, macht Huber als zentralen Kontrahenten aus: "Vor allem der Taufkirchner war sehr stark mit seinem Freistoßtor", sagt er. Er gibt allerdings zu bedenken, alle nominierten Treffer seien sehenswert. Jeder könne gewinnen, für jeden sei es schwer. Die sechs Traumtore stehen auf www.bfv.tv und in der BFV-App zur Wahl. Der BR präsentiert die Treffer auf www.br.de/sport. Die weiteren Konkurrenten sind Albert Rudnik vom (TSV Großhadern), Yannik Deibl von der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach, Julian Galler vom SB Chiemgau Traunstein) und Michael Denz (TSV Wasserburg).

In dieser illustren Runde wartet auch Kövener mit einem sehenswerten Tor auf: Per gefühlvollem Heber überwand er den Torhüter des SV Manching zur 1:0-Führung. Dass bei seinem schlitzohrigen Geistesblitz auch der Faktor Glück eine Rolle spielte, gesteht er ohne Umschweife. "Der Ball sprang glücklicherweise zu mir, und der Torwart stand in dem Moment zu weit vor seinem Tor", rekonstruiert er die Szene. "Zum Glück hat der Heber so geklappt. Wenn nicht, dann hätte ich mir was anhören müssen, denn mein Mitspieler stand völlig frei."

© SZ vom 10.10.2020

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