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Auf dem Gelände des Freilichtmuseums:Markthalle mit Atmosphäre

Im Sommer präsentieren die Anbieter ihre Waren draußen, im Winter wird es künftig komfortabler.

(Foto: Renate Schmidt)

Im Eingangsgebäude des neuen Bauernmarktes stehen Tische und Bänke wie in einem Biergarten

Von Antonia Steiger, Erding

70 bis 75 Menschen sollen in dem neuen Gebäude des Bauernmarktes an der Taufkirchener Straße einmal gleichzeitig Platz finden, um sich dort hinzusetzen, etwas zu essen und zu trinken und um sich zu unterhalten. Die Anbieter des Bauernmarktes, der dort auf dem Gelände des Freilichtmuseums jeden Freitagnachmittag stattfindet, wird es freuen, wenn die Kunden gleich vor Ort beginnen, die Waren zu verspeisen. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Wie die Möblierung in dem Eingangsgebäude einmal aussehen wird, das hat Frieder Lohmann vom Architekturbüro Rieger Lohmann den Kreisrätinnen und Kreisräten im Ausschuss für Bauen und Energie des Landkreises Erding vorgestellt. Die Plänen fanden die einstimmige Unterstützung der Kreispolitiker. Es sind Ausgaben in Höhe von 288 000 Euro vorgesehen. Voraussichtlich werde der Kostenrahmen für die Gesamtbaumaßnahme auch nicht überschritten, hieß es dazu.

Die Pläne sehen nicht nur Tische und Bänke für die Mitte des Raumes und für die Galerie im ersten Stock vor, sondern vor allem das richtige Equipment für die Beschicker des Bauernmarktes. Es sei alles im Vorfeld gut abgestimmt worden, sagte Lohmann. Das bestätigten zwei Sprecherinnen des Bauernmarktes in der Sitzung, sie fügten aber auch an, dass die Ausstattung hinter dem Optimum zurückbleibt. Denn nach ihrem Geschmack hätte jede einzelne Verkaufstheke direkt unter der Fläche zur Präsentation der Waren auch eine Kühlung gebraucht, aber das geht nicht wie Lohmann sagte. Einige Theken bleiben demnach ohne Kühlung, jeder Anbieter bekommt aber an der Rückwand seines Verkaufsstandes einen Kühlschrank.

Dass nicht alle Stände auch eine Kühlung bekommen, begründete Lohmann damit, dass irgendwo Kompressoren untergebracht werden müssten. Dort sei dann kein Platz mehr für eine Kühlung. Ansonsten sei aber alles genau abgesprochen, und so sind auch die Verkaufsstände mit ihren Vitrinen bereits unter den Marktanbietern aufgeteilt und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse je nach Ware - Fleisch, Fisch oder Gemüse - abgestimmt. Sie sind unterschiedlich breit, man habe sich arrangiert, sagte Lohmann.

Die Stände reihen sich an der Wand auf eine Länge von fast dreißig Metern auf. In der Mitte im Erdgeschoss stehen Tische und Bänke, die Kunden und Besucher in eine Biergartenatmosphäre versetzen sollen. Die Bänke sind nicht fest, deswegen können sie jederzeit entfernt werden, zum Beispiel um Rollstuhlfahrern mehr Platz zu bieten. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) betonte, dass sich bei der Barrierefreiheit alles "um 100 Prozent" verbessere im Vergleich zu früher. Da habe es nicht einmal eine barrierefreie Toilette gegeben. Auch in die Galerie kommt man mühelos, dafür gibt es einen Aufzug. Dort soll es etwas ruhiger zugehen, so stellt sich Bayerstorfer das vor. Dass es unten in der Markthalle einmal wirklich zu laut werden könne, glaube er aber nicht, sagte Lohmann auf eine Frage von Christina Treffler (ÖDP). Die Markthalle sei in Wirklichkeit gar nicht so riesig. Und ein bisschen dürfe man das Geschirr schon "scheppern" hören". Etwas Marktatmosphäre auf dem Erdinger Bauernmarkt sei ja durchaus auch gewollt.

© SZ vom 06.05.2021
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