173000 Euro Teurer Hochwasserschutz

Auch die so genannte "Hartl-Brücke" in der Aufhamer Straße in Wartenberg muss demnächst saniert werden.

(Foto: Renate Schmidt)

Die neue Rocklfinger Brücke muss einen Meter höher über die Strogen gebaut werden

Einen Schritt weiter ist der Gemeinderat Wartenberg bei der Rocklfinger Brücke, die am Volksfestplatz über die Strogen führt. Dass sie wegen der Hochwasserproblematik und wegen ihres Alters weggerissen werden muss, war schon lange klar, jetzt einigten sich die Gemeinderäte darauf, dass sie durch eine neue Stahlbrücke ersetzt werden soll. Verzichtet wurde auf einen Holzboden, hier soll eine Stahllösung verwendet werden. Da die neue Brücke allerdings künftig einen Meter höher über den Fluss führen soll, wie es das Wasserwirtschaftsamt fordert, müssen die beiden Geh- und Radwege angepasst werden. Gegen den Vorschlag der Planer vom Ingenieurbüro Brandl und Eltschig, die Wege mit einer Steigung von sechs Prozent zur Brücke führen zu lassen, um möglichst wenig Erdarbeiten zu haben, sprach sich SPD-Gemeinderat Michael Paulini aus. Für Rollstuhlfahrer seien sechs Prozent das Äußerste, was erlaubt sei. Paulini, der selber im Rollstuhl sitzt, bat um eine maximale Steigung von fünf Prozent und erhielt dafür im Gemeinderat auch die Mehrheit. Einen weiteren Wunsch äußerte Christian Pröbst (CSU). Er plädierte dafür in den Handlauf eine Beleuchtung zu installieren.

Die neue Brücke soll inklusive Nebenkosten rund 173 000 Euro kosten. Einen großen Teil verschlingt davon der Abbruch der alten Brücke: rund 20 000 Euro wie Christian Eltschig sagte. Als Bauzeit gab der Ingenieur rund drei Monate an - nach der Beseitigung. Ob der größte Wunsch von Bürgermeister Manfred Ranft in Erfüllung gehen wird, konnte Eltschig nicht zu diesem Zeitpunkt versprechen. Am 14. Juni 2018 beginnt nämlich das Wartenberger Volksfest, und dann sollten die Besucher über eine Brücke zum Platz kommen und nicht den Umweg über die flussaufwärts gelegene Brücke der Thenner Straße gehen müssen.

Die Rocklfinger Brücke ist aber nicht die letzte Brücke, über die sich die Gemeinderäte wegen Alter und Hochwasser Gedanken machen müssen. Auch die "Hartl-Brücke" in der Aufhamer Straße und die "Appoldinger Brücke", die auf dem Weg vom Kreisverkehr zum Kanal-Tunnel liegt, müssen saniert werden. CSU-Gemeinderat Franz Gerstner sah schon bei der rund 140 Meter entfernten Brücke flussabwärts beim nächsten Jahrhunderthochwasser Probleme. Denn schon damals sei das Wasser nur eben so unter der Brücke durchgeflossen. Wenn es jetzt ungehindert die neuen Rocklfinger Brücke passieren könne, könnte bereits die nächste Brücke auf dem Weg des Wassers zum Staudamm werden.