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Einrichtung von Condrobs:Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung

Condrobs, nach eigener Darstellung einer der größten überkonfessionellen Träger sozialer Hilfsangebote in Bayern, wird im nächsten Jahr für München die Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung einrichten. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat dem entsprechenden Vorschlag des Sozialreferats zugestimmt.

Weil Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass es bei bis zu 30 Prozent der Hilfe suchenden Menschen ohne Krankenversicherung gelingt, ihnen wieder eine Versicherung zu verschaffen, hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr beschlossen, eine Clearingstelle "Gesundheit" einzurichten, die sich in einer dreijährigen Pilotphase um die Klärung der schwierigen sozialrechtlichen Fragen im Einzelfall kümmern soll. Die Stelle wird auch den Gesundheitsfonds verwalten, den die Stadt jährlich mit 500 000 Euro ausstattet, um daraus medizinisch notwendige Facharzt- und Klinikbehandlungen für mittellose Menschen zu bezahlen. Die Kosten für die Clearingstelle selbst belaufen sich auf rund 210 000 Euro jährlich.

Im Trägerschaftsauswahlverfahren fiel die Entscheidung für Condrobs, weil der Träger langjährige Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit vielfach schwierigen Problemlagen hat. In der Bewerbung hatte Condrobs auch auf sein Knowhow beim Umgang mit Menschen mit und ohne Migrationshintergrund verwiesen, die aus dem Hilfesystem gefallen sind.

© SZ vom 22.11.2019 / loe
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