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Zuschussantrag bewilligt:Möbel für das neue Pfarrheim

Die Gemeinde Hohenlinden beteiligt sich an den Kosten

Für die Inneneinrichtung des neuen Pfarrheims an der Pfarrer-Andrä-Straße hat der Gemeinderat auf der jüngsten Sitzung mehrheitlich einem Zuschuss von 50 000 Euro zugestimmt. Die finanzielle Unterstützung ist an eine Bedingung geknüpft: Der Zuschuss ist ausschließlich für Möbel im neuen Pfarrsaal und Jugendraum und nicht für die Einrichtung eines Büros bestimmt. Ende August oder Anfang September soll das barrierefreie und auf einer Ebene mit einem wellenförmigen Blechdach und ohne Keller realisierte Pfarrheim eröffnet werden, wie Kirchenpfleger Josef Gallenberger in der Sitzung sagte. Das Projekt im Dorfgebiet neben Grundschule und Rathaus sei schon weit gediehen.

Den Zuschussantrag habe die Katholische Pfarrkirchenstiftung Sankt Josef gestellt, weil für die Ausstattung vom Erzbistum keine Gelder fließen, erläuterte der Kirchenpfleger. Die Kosten für die Inneneinrichtung seien auf 90 000 Euro geschätzt worden. Dem Kirchenpfleger zufolge sollen strapazierfähige und hochwertige Möbel für den 80 Quadratmeter großen (teilbaren) Pfarrsaal und den Jugendraum samt beider Küchen gekauft werden.

Das neue Pfarrheim führte im Gemeinderat seit dem damals mehrheitlich beschlossenen Bauantrag zu mehreren Debatten. Zunächst war die eigenwillige Dachform kritisiert worden, dann mussten Probleme mit dem Hochwasserschutz wegen der Barrierefreiheit und der schwierigen Hanglage gelöst werden. Auch der Zuschussantrag für die Inneneinrichtung wurde vor dem Beschluss kontrovers diskutiert. Ludwig Maurer (ÜWH) betonte die "enge Verbundenheit zwischen der Kirche und der politischen Gemeinde", die mit einem Zuschuss gewürdigt werden sollte. Er plädierte dafür, mindestens die Hälfte der Kosten für die Möbel durch die Gemeinde zu übernehmen. Theo Falterer (Bürgerliche) und Maurer schlugen 50 000 Euro vor. Mechtild Maurer (ÜWH) und Alois Grabl (CSU) kritisierten die Ausstattung von Veranstaltungsräumen der Kirche durch die Kommune. Grabl wollte dazu "nicht ins Blaue hinein" entscheiden, er wollte von der Kirchenstiftung Informationen zu deren Finanzlage.

Gemeindechef Maurer und Zweiter Bürgermeister Thomas Riedl (CSU) berichteten zudem, dass die mehr als 50 Hohenlindener Pfadfinder heftige Kritik am Raumkonzept im neuen Pfarrheim geübt hätten, weil sie keine eigenen Räume bekommen und ihre Utensilien und Getränke dort nicht mehr unterbringen könnten. Im alten Pfarrheim hatten die Pfadfinder ihre eigene Sphäre, die sie im neuen Pfarrheim nicht mehr haben. Weil die Räume von mehreren Gruppen genutzt werden, müssten sie nach jedem Treffen aufräumen. Gallenberger sagte, dass im neuen Pfarrheim ein Jugendraum für 25 Leute und ein teilbarer Saal, aber kein extra Raum für die Pfadfinder geplant wurde. Um die Nutzung der Räume künftig reibungslos zu ermöglichen, müsse über das Thema "Aufsicht" gesprochen werden. "Das wird sich nach der Eröffnung alles einspielen", sagte Gemeinderatsmitglied Josef Neumeier (Bürgerliche) dazu.