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Vor dem Wahlkampf:ÖDP braucht Unterschriften

Eine Kandidatin hat die ÖDP in den Landkreisen Ebersberg und Erding für die Bundestagswahl bereits: Charlotte Schmid. Ob die Poingerin aber gewählt werden darf, ist noch ungewiss. Wie die ÖDP mitteilt, muss sie noch Unterschriften sammeln, um überhaupt bei der Wahl antreten zu dürfen - und das, obwohl die Partei "mittlerweile im EU-Parlament und in den bayerischen Bezirkstagen vertreten ist", wie in einer Pressemitteilung beklagt wird. Sechs genehmigte Infostände hätten wegen Corona schon ausfallen müssen, jetzt unternimmt die ÖDP einen erneuten Anlauf und bittet die Bürger um ihre Unterschrift.

Das Bienenrettungsmobil steht am Samstag, 24. April, 9 bis 10 Uhr, am Kleinen Platz in Erding und am selben Tag von 11 Uhr bis 13 Uhr in Dorfen am Marienplatz an der Marktkirche. Dort wird zwischen 11 und 12 Uhr auch die Direktkandidatin Charlotte Schmid anwesend sein. Eine Reduzierung der Unterstützungsunterschriften, wie das bei Landtagswahlen in anderen Bundesländern möglich war, sei offensichtlich nicht geplant, teilt die ÖDP weiter mit. Deshalb habe der Erdinger Kreisverband eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um in wenigstens einmal Unterschriften sammeln zu dürfen.

Im Januar hatten die ÖDP-Kreisverbände aus Erding und Ebersberg in Markt Schwaben unter freiem Himmel die Poingerin Charlotte Schmid zur Direktkandidatin gewählt. Die 43-Jährige sitzt seit Oktober als Beisitzerin im Bundesvorstand der ÖDP. Die Patentübersetzerin ist Mutter zweier Kinder und stammt aus England. Sie lebt seit 17 Jahren in Deutschland und ist seit 2017 deutsche Staatsbürgerin. Als Mitglied der Interessensgemeinschaft Artenschutz Poing erreichte sie, dass auf dem Marktplatz ein Abfallbehälter für Zigarettenstummel aufgebaut wurde.

© SZ vom 19.04.2021 / ts
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