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Poing:Gemütliche Warterei

An neun Bushaltestellen in der Gemeinde sollen Bänke aufgestellt werden

53 Bushaltestellen gibt es in Poing. Neun davon sollen nun eine Wartebank mit Abfalleimer bekommen. An sechs weiteren Haltestellen wird geprüft, ob eine Bank im Rahmen bevorstehender Baumaßnahmen an den jeweiligen Straßen aufgestellt werden kann. Darauf einigte sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Einen entsprechenden Antrag hatten Grüne und SPD im vergangenen Jahr gestellt. Die Gemeinderäte stimmten in der Sitzung im Dezember einstimmig zu. Vorab sollten aber mögliche Standorte durch die Rathausverwaltung geprüft und im Anschluss dem Gemeinderat ein Konzept mit einer Kostenschätzung vorgelegt werden.

Ludwig Mayr, Leiter des Poinger Baubetriebshof, hat sich nun alle 53 Bushaltestellen angeschaut. Voraussetzung für das Aufstellen der Bänke sind unter anderem, dass dadurch keine neuen Gefahrenstellen entstehen, und der Fuß- und Radverkehr an den jeweiligen Bereichen nicht beeinträchtigt wird. Außerdem muss der Grund, auf dem die Wartebank stehen soll, im Besitz der Gemeinde sein.

Maier zufolge können an neun Haltestellen Bänke aufgestellt werden, an sechs weiteren möglicherweise. Da an diesen Stellen bauliche Maßnahmen an den Straßen bevorstehen, soll das zu gegebener Zeit nochmals geprüft werden. An 30 Haltestellen können aus Platzgründen keine Bänke aufgestellt werden, acht Haltestellen sind bereits mit Bushäuschen und Bänken ausgestattet.

Eine Bank mit Rücken- und Armlehne sowie einem Abfalleimer kostet die Gemeinde laut Rathausverwaltung 2600 Euro. Hinzu kommen noch Kosten für die Montage der Bank und notwendige Pflasterarbeiten, so dass pro Wartebank durchschnittlich etwa 5500 Euro anfallen werden. Für die Maßnahmen sind keine finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt worden, bis zu 40 000 Euro können jedoch über nicht verbrauchte Haushaltsmittel finanziert werden.

Bernhard Slawik (FWG) regte an, einen Aufruf zu starten: Ihm sei zugetragen worden, dass einige Poinger damit einverstanden wären, einen Teil ihres Grundstücks zur Verfügung zu stellen, damit dort eine Wartebank aufgestellt werden kann. Bürgermeister Thomas Stark (parteilos) nahm den Vorschlag an. Sollte der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen dem Beschlussvorschlag aus dem Ausschuss zustimmen, so werden die Bänke in diesem und im nächsten Jahr aufgestellt.

© SZ vom 22.06.2020 / fejo

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