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Mein Geschenk:Persönliche Wertschätzung

Frank Haschler von der Jazzinitiative Grafing.

(Foto: Christian Endt)

Frank Haschler freut sich über Unerwartetes

"Uns geht es doch saugut hier", sagt Frank Haschler (Foto: Endt) von der Jazzinitiative Grafing mit einigem Nachdruck. "Den Konsumwahn machen wir nicht so mit!" Für ihn habe die Idee des Schenkens mit persönlicher Wertschätzung zu tun - und die könne man das ganze Jahr über zum Ausdruck bringen, nicht bloß an Weihnachten. "Wenn mir auf meinen Reisen etwas Schönes begegnet, dann schlage ich zu", sagt Haschler. Das kann eine Handtasche für eine der beiden Töchter sein oder ein Buch. "Unerwartet kommen Geschenke viel besser an." Auch der materielle Wert eines Präsents ist seiner Meinung nach nicht maßgeblich, viel mehr kommt es ihm auf Originalität und Nutzen an. Viel wertvoller sei es, der Familie Zeit zu schenken, gemeinsam zu kochen, zu essen oder zu spielen, zusammen etwas zu unternehmen, zum Beispiel das Grafinger Weihnachtskonzert zu besuchen, in dem er als Bub selber auf seiner Klarinette mitgespielt und zum Lohn ein Gläschen Glühwein bekommen hat.

Es gibt natürlich neben dem Luxusgut Zeit trotzdem noch ein paar Dinge, über die Haschler, Schlagzeuger und Jazz-Aficionado, sich freut, als da wären Jazz-Literatur, CDs besonderer Einspielungen. Einmal, so Haschler, habe ihm seine jüngere Tochter ein Poster mit einem Spruch von Miles Davis gebastelt. "Darüber hab ich mich unbändig gefreut."

Letztlich aber bedeute Schenken für ihn "Geben", sagt Haschler und kommt zurück auf die mehr als glücklichen Lebensumstände, in denen er und viele andere Menschen hierzulande lebten. "Weil es uns saugut geht, spenden wir das Jahr über an bedürftige Menschen." Anderen etwas geben, das sei der Sinn des Schenkens.