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Hohenlindener Nahwärmenetz:Heizanlage wird modernisiert

Die Leistung soll steigen, neue Abnehmer können angeschlossen werden

Die vor mehr als zehn Jahren neben Rathaus und Schule eröffnete Hackschnitzel-Heizanlage mit Nahwärmenetz wird modernisiert. Der Gemeinderat hat während der jüngsten Sitzung am Montag einstimmig dazu beschlossen, den Auftrag für die Neuerungen am Nahwärmeheizwerk für 92 955 Euro an dafür spezialisierte Firmen aus Österreich zu vergeben.

Die Betriebe sollen elektrotechnische und hydraulische Installationen vornehmen und die Netzsteuerung der Anlage so optimieren, dass die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht werden kann. Die Firmen aus Österreich nahe der Grenze zu Burghausen hatten ein Gesamtpaket geschnürt und der Gemeinde ein Gesamtangebot für Material, Arbeit und die Steuerung vorgelegt, wie die Handwerker den Gemeinderatsmitgliedern erläuterten. Einer der Bieter ist Regelungstechniker, der andere Installateur. Sie sagten, dass es hydraulische Probleme gab. Durch die geplanten Arbeiten werde die Leistung erhöht. Durch Erweiterung der Speicher soll mehr Wärme aus dem Biomassekessel gezogen werden. Die Anlage soll ökonomischer als bisher betrieben werden. Am Wochenende brauchen Schulhaus und Kindergarten weniger Wärme - darauf müsse die Anlage reagieren und die Wärme wirtschaftlich nach Bedarf an die Abnehmer verteilen. Ein zusätzlicher Kessel sei derzeit nicht erforderlich. Später sei bei Bedarf, falls viele neue Anschlüsse dazu kämen, die Erweiterung auf einen zweiten Biomasse-Kessel mit der neuen Netzsteuerung möglich.

Bürgermeister Ludwig Maurer (ÜWH) scherzte, dass bei überschüssiger Energie ein Freischwimmbad realisiert werden könnte. Ein Lehrschwimmbad im Schulhaus - das derzeit saniert wird - gibt es bereits. Die Experten fanden die Idee eines Freischwimmbades im Hinblick die Versorgung mit Energie aus dem benachbarten Nahwärmeheizwerk gar nicht unrealistisch. Maurer teilte mit, dass über die Hackschnitzelanlage und das Nahwärmenetz auch die neuen Gebäude auf der Abtwiese - etwa die Seniorenresidenz mit den seniorengerechten Wohnungen - mit Wärme versorgt würden. Auch das gemeindliche Leiß-Haus an der Hauptstraße soll ans Netz angeschlossen werden. Die Modernisierung der Hackschnitzel-Heizanlage soll im Juli abgeschlossen werden. Bis zum kommenden Winter soll dann der volle Betrieb mit der neuen Netzsteuerung möglich sein, hieß es dazu.

© SZ vom 20.02.2020
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