Hohenlinden:Mehr Platz für Kinder

Gemeinderat einigt sich auf Konzept für neue Kita

Neue Baugebiete, intensive Nachverdichtung: Hohenlinden entwickelt sich. Gleichzeitig muss die Infrastruktur angepasst werden. Nun erweitert die Gemeinde die Betreuungsangebote durch den Neubau einer weiteren Kindertagesstätte am Ortsrand. Fünf Gruppen soll das Kinderhaus haben, einen Vorentwurf hat Architektin Regina Gaigl nun im Gemeinderat vorgestellt. Gebaut werden soll das Kinderhaus auf einer Wiese neben Schule, Pfarrheim und Friedhof an der Pfarrer-Andrä-Straße am Ortsrand.

Unklar ist bislang noch, wie teuer das Projekt wird. Der Gemeinderat hat sich nun erst einmal für eine Bauvariante entschieden. Es soll eine Anlage mit zwei Baukörpern und einem flachgeneigten Pultdach entstehen, die nach Einschätzung von Bürgermeister Ludwig Maurer "hohe Funktionalität, Flexibilität und Erweiterungsmöglichkeiten" bietet. Das neue Kinderhaus soll nach der Realisierung Platz für bis zu 108 Kinder haben. Ein konkreter Zeitplan muss noch erarbeitet werden - deswegen gibt es auch noch keinen anvisierten Termin des Baubeginns und der Fertigstellung.

Vor der Gemeinderatsitzung gab es bereits eine Vorbesprechung mit Vertretern der Gemeinde und Planern zum Raumprogramm und den Entwurfskonzepten. Die vom Gemeinderat nun bestimmte Variante umfasst zwei schlanke Baukörper mit einem und mit zwei Geschossen, Vordach und überdachter Terrasse. Neben den Gruppenräumen ist im Kinderhaus ein Mehrzweckraum geplant. Unter Beachtung des Brandschutzes sollen die Flure so konzipiert werden, dass sie zum Spielen genutzt werden dürfen. Im Foyer sollen die Eltern einen Treffpunkt für Kommunikation erhalten. Im Erdgeschoss soll Platz für Kindergarten und - krippe und für einen Mehrzweckraum entstehen. Der Hort soll im Obergeschoss sein Domizil finden. Im fünfgruppigen Kinderhaus sollen je zwei Gruppen für den Kindergarten und die -krippe und eine Hortgruppe geplant werden. Im Keller sollen die Pfadfinder ihren unabhängig vom Kinderhaus zugänglichen Platz erhalten.

Auch um die Erschließung ging es. Die Pfarrer-Andrä-Straße soll auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut werden, um Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Große Busse und Müllfahrzeuge könnten zurücksetzen und wenden. 16 Parkplätze sollen an der Anlage entstehen.

Heftige Kritik am Standort äußerte Josef Neumeier (Bürgerliche). Das Kinderhaus sollte im Garten des bestehenden kirchlichen Kindergartens neben dem Rathausplatz gebaut werden, forderte er. Hier könnte flächensparend nachverdichtet werden. Parkplätze und Beleuchtung seien bereits vorhanden, und es wäre kein teurer Ausbau der Zufahrtsstraße erforderlich. Der Platz neben dem Pfarrheim werde in einigen Jahren für die Erweiterung des Friedhofes benötigt. Dritter Bürgermeister Johannes Rumpfinger (Grüne) und Martin Huber (Bürgerliche) regten die Planung von Photovoltaikanlagen auf dem Dach an. Hildegard Fröhlich (ÜWH) schlug vor, die Kinderbetreuerinnen und Erzieherinnen in die Planung mit einzubeziehen.

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