Die Ermittlungen dauern an Flammen in Halle und Heizungsraum

Feuerwehren in Bruck und Baldham schwer im Einsatz. Zwei Gasflaschen explodieren

Zwei große Brände mussten die Feuerwehren des Landkreises löschen: Am Mittwoch stand ein landwirtschaftliches Anwesen in Bruck in Flammen, am Montag war in einem Baldhamer Heizungsraum Feuer ausgebrochen.

Der Brand in Bruck, der eine Art Werkstatt und Lagerhalle erfasst hatte, breitete sich schnell aus, so dass die zweistöckige Halle, in der im Erdgeschoss eine Imkerei untergebracht war, völlig niederbrannte. Die Einsatzkräfte hatten dabei jedoch großes Glück: Kurz nach Eintreffen der ersten Feuerwehren explodierten zwei Gasflaschen. Eine davon flog knapp 30 Meter weit durch die Luft, traf aber glücklicherweise keinen der Helfer, die gerade den Löschangriff aufbauten. Eine dritte Gasflasche konnte noch rechtzeitig geborgen werden. Dem Großaufgebot von örtlichen Feuerwehren gelang es schließlich, das Feuer zu löschen. Der 59-jährige Eigentümer war selbst auf das Feuer aufmerksam geworden und hatte noch versucht, Gegenstände aus der brennenden Halle zu bergen. Dabei erlitt er Brandverletzungen an den Händen. Diese wurden ambulant vor Ort versorgt. Seine Ehefrau erlitt einen Schock. Die Brandursache ist derzeit völlig unklar. Die Polizeiinspektion Ebersberg sicherte die Löscharbeiten ab. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache werden von der Kriminalpolizei Erding übernommen. Derzeit ist der Kriminaldauerdienst vor Ort mit der Tatortbefundaufnahme befasst. Eine Aussage ist erst nach einer Begehung durch die Brandfahnder zu erwarten. Der Sachschaden wird auf derzeit rund 100 000 Euro geschätzt.

Ein Verletzter und etwa 40 000 Euro Schaden sind das Ergebnis eines Kellerbrands in der Gartenstraße in Baldham - zum Glück. Denn durch das schnelle Eintreffen der Feuerwehren aus Vaterstetten und Pöring konnte Schlimmeres verhindert werden: Die 30 Einsatzkräfte hatten den Brand rasch im Griff und konnten das Doppelhaus retten. Die Geschädigten, ein Ehepaar, 49 und 48 Jahre alt, saßen mit ihrem 14-jährigen Sohn in der Küche, als sie auf Geräusche aus dem Keller aufmerksam wurde, die sich wie herabfallendes Metall anhörten. Als der Hausbesitzer die Türe zum Heizraum öffnete, schlugen ihm bereits die Flammen entgegen. Er konnte nur noch mit seiner Familie ins Freie flüchten und den Notruf wählen. Der Vater wurde mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung sowie leichten Verbrennungen vorsichtshalber von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern noch an. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Defekt an der elektrischen Verteileranlage der Heizung für das Feuer verantwortlich gewesen sein.