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Bruck:Zusammenstoß mit Schulbus

Erst in einer Wiese neben der Straße kam der Bus nach dem Zusammenstoß zum Stehen.

(Foto: Christian Endt)

Zwei Kinder werden bei Unfall nahe Bruck leicht verletzt

Es war ein großer Schreck am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, doch ein Schulbusunfall, der sich am Mittwoch gegen 7.35 Uhr zwischen Alxing und Pullenhofen ereignet hat, ist noch einigermaßen glimpflich ausgegangen. Zwei Kinder wurden leicht verletzt, beide können aber an Weihnachten bei ihren Familien sein.

An der Kreuzung mit der Kreisstraße EBE 13 hatte der 66-jährige Busfahrer laut Polizei ein vorfahrtsberechtigtes Auto übersehen, das von rechts kam. Die 56-jährige Fahrerin versuchte noch zu bremsen, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Durch die Wucht des Aufpralls kamen sowohl der Bus, als auch das Auto erst auf dem angrenzenden Feld links neben der Fahrbahn zum Stehen. Von den laut Polizei 34 Schulkindern, die zu den Grundschulen Glonn und Moosach gebracht werden sollten, wurden zwei leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die übrigen Kinder wurden nach Begutachtung entweder von ihren Eltern abgeholt oder mit einem bereitgestellten Ersatzbus in die Schule gebracht. Der Busfahrer erlitt ebenfalls leichte, die Autofahrerin mittelschwere Verletzungen. Beide wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Kreisstraße EBE 13 musste für etwa drei Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde von der Feuerwehr umgeleitet. An der Unfallstelle waren die Feuerwehren der Ortschaften Alxing, Bruck, Grafing, Kirchseeon, Ebersberg und Aßling mit etwa 70 Helfern im Einsatz.

Die Sicherheit in Schulbussen war bereits in diesem Jahr häufig ein Thema gewesen, Anlass dafür war ein Unfall, der sich Anfang Juni nahe Glonn ereignet hatte. Auch der Kreistag hatte sich nach diesem Vorfall mit dem Thema Gurtpflicht und Sitzplatzgarantie in Bussen beschäftigt, mit dem Ergebnis, dass sich der Kreis in einer Petition an Bund und Land für eine Sitzplatzgarantie eingesetzt hat. Für weniger praktikabel hielt die Kreistagsmehrheit eine Anschnallpflicht. Im aktuellen Fall hat sich nun auch Landrat Robert Niedergesäß (CSU) aus dem Weihnachtsurlaub heraus zu Wort gemeldet. Er habe, so Niedergesäß, bereits im Herbst vorgeschlagen, einen Arbeitskreis "Schulbussicherheit" im Landratsamt zu koordinieren. Der schriftliche Vorschlag an die Kreisverkehrswacht vom September sei zwar unbeantwortet geblieben, jedoch habe er seine Anregung Ende November bei der Jahreshauptversammlung der Kreisverkehrswacht erneuert und die Umsetzung für das neue Jahr vorgeschlagen. Darüber hinaus möchte der Landrat das Thema nochmals in den Kreistag bringen. Dieser solle entscheiden, ob bei künftigen Ausschreibungen von Schulbuslinien des Landkreises mehr Sitzplätze und Anschnallmöglichkeiten gefordert werden. Über dadurch bedingte Mehrkosten müsse sich der Kreistag dann im Klaren sein. Mehr Sicherheit koste auch mehr Geld, "das muss es uns dann wert sein". Niedergesäß verweist freilich auch darauf, dass die Kinder in den beiden Schulbussen, die 2015 in einen Unfall verwickelt waren, davon nicht profitiert hätten, da es sich um gemeindliche und nicht Landkreis-Schulbusse handelte. Auch die Schüler in den öffentlichen Buslinien - etwa 70 bis 80 Prozent -, wo es keine Sitzplatzgarantie gebe, hätten nichts davon.