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Weichs:Konzept für Maschkerazug

Faschingskomitee will aus der Defizitzone rauskommen

Am 11. 11. um elf Uhr elf hat traditionell wieder die Faschingszeit begonnen - damit ist es auch Zeit für die Planungen zum Weichser Maschkerazug 2019 geworden. Denn der traditionsreichste Faschingsumzug im Landkreis erbrachte heuer - ausgerechnet zum 70-jährigen Jubiläum - ein Defizit von rund 7000 Euro. Mit einem 5000-Euro-Zuschuss hat die Gemeinde das Faschingskomitee für die Planungen 2019 unterstützt. Dafür sollte das Komitee mit der Gemeindeverwaltung neue Konzepte für die Faschingsauskehr erarbeiten. Nachdem das Komitee im Frühjahr die Defizitrechnung vorgelegt hatte, wurden Ursachenforschung betrieben, veränderte Zugrouten erstellt und neue Veranstaltungspunkte festgelegt. Den Besucherrückgang führt das Komitee unter anderem darauf zurück, dass der Faschingsdienstag in vielen Betrieben und Geschäften als normaler Arbeitstag angesehen werde. Ein weiterer Grund seien die hohen Ausgaben für Sicherheits- und Sanitätsdienste. Schließlich dürfe die Faschingsauskehr aus Sicherheitsgründen nicht mehr im Festzelt veranstaltet werden. Vor einigen Jahren war es zu schweren Ausschreitungen im Zelt und davor gekommen, die einen Einsatz des Roten Kreuzes nötig machten.

Die Veranstalter wollen den Umzug nun dort enden lassen, wo auch das anschließende Faschingstreiben geplant ist. Damit wären die Zugteilnehmer zugleich am richtigen Standort, wobei auch vermieden würde, dass viele Anwohner unmittelbar nach dem Umzug heimgehen. Die Zugstrecke soll 2019 von der Freiherrnstraße über Freisinger- und Frühlingsstraße bis zum Sport- und Bürgerhaus führen. Bewährt habe sich hingegen die Aufstellung des Umzuges am Busparkplatz. Zudem soll das Faschingstreiben nach dem Umzug nicht mehr in der Ortsmitte veranstaltet werden, sondern am Parkplatz vor dem Bürgerhaus und der Grundschule. Dann müsste die Staatsstraße nicht mehr gesperrt werden. Um 16 Uhr, unmittelbar nach dem Umzug, ist das Faschingstreiben mit anschließender Auskehr in der Wirtsstube und im Festsaal des Bürgerhauses geplant. 2020 könnten die Besucher den Faschingsausklang in der gegenüberliegenden Turnhalle feiern, nachdem der Brand bis dahin gesichert ist.

Das neue Konzept wurde zuerst auf die Sicherheit ihn überprüft. Kämmerer Markus Weigl, der sich ehrenamtlich mit Gefährdungsbeurteilungen bei Großveranstaltungen befasst, erläuterte den Räten das Sicherheitskonzept der Gemeinde. Demnach sei die Frühlingsstraße für die Durchfahrt von Faschingswagen ungeeignet, Schutzzäune von Anwohnern würden Verkehrsstaus produzieren, der Einsatz von Polizei und Rettungsdienst könnte aufgrund des neuen Streckenverlaufs erschwert werden. Nach längerer Diskussion einigten sich die Räte dahingehend, in der nächsten Sitzung das noch zu erarbeitende Konzept der Gemeindeverwaltung zu behandeln.