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Reden wir über:Sachpolitik und Satire

Sophia Beljung

Sophia Beljung.

(Foto: oh)

Die neue Stadträtin Sophia Beljung erklärt ihre Ziele

Von Julia Putzger

Die 23-jährige Sophia Beljung sitzt ab Dienstag, 5. Mai, für die Partei "Die Partei" und die Linke im Dachauer Stadtrat - entsprechend dieser Mischung schwanken ihre Vorschläge zwischen Satire und Sachpolitik. Im Stadtrat hat sie sich der Fraktion des Bündnis für Dachau angeschlossen.

SZ: Frau Beljung, für welche Themen wollen Sie sich besonders einsetzen?

Sophia Beljung: Für mich steht der Umweltschutz an erster Stelle, insbesondere die Förderung erneuerbarer Energien. Dachau muss in Zukunft definitiv klimaneutral werden. Zudem ist es mein Ziel, den Busfahrplan für Dachau zu erweitern, da dieser gerade sonntags noch sehr lückenhaft ist. Außerdem sollte das Ehrenamt mehr honoriert werden, dafür möchte ich beispielsweise eine Ehrenamtskarte einführen. Die Partei möchte zudem ein Einhornreservat in Dachau errichten, um diese bedrohte Art zu schützen.

Wie zufrieden oder gar überrascht sind Sie mit dem Wahlergebnis?

Ich bin sehr zufrieden mit der Wiederwahl von Florian Hartmann - das wäre ohne unsere Empfehlung auf unserer Facebookseite nicht möglich gewesen. Außerdem freue ich mich sehr, dass die Partei gemeinsam mit SPD, Grünen und dem Bündnis für Dachau eine Mehrheit im Stadtrat erzielen konnte.

Was hat Sie motiviert, für den Stadtrat zu kandidieren?

Mir ist es wichtig, eine bessere Zukunft für die Bürger und Bürgerinnen Dachaus zu gestalten und dabei besonders die jüngeren Menschen zu Wort kommen zu lassen. Jugendliche interessieren sich immer mehr für politische Themen, aber oft werden ihre Anliegen belächelt oder sogar einfach ignoriert. Ich möchte im Rahmen meines Mandats versuchen, der jungen Generation eine Stimme zu geben und ihre Interessen zu vertreten.

Was verändert sich für Sie persönlich durch das Mandat?

Ich fürchte leider, dass ich bei meinen anderen Ehrenämtern etwas zurückstecken muss, um die nötige Energie für die Arbeit im Stadtrat zu haben.

© SZ vom 04.05.2020
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