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Interkommunales Bündnis:Quer durch den Landkreis

Räuber-Kneißl-Radweg soll im April eröffnet werden

Ab dem letzten Aprilsonntag können sich die Gemeinden der Westallianz auf einen Ansturm von historisch interessierten Radlerinnen und Radlern aus der Landeshauptstadt und der gesamten Region gefasst machen. Das ist zumindest die Hoffnung der Verantwortlichen in den sieben Gemeinden des interkommunalen Bündnisses, zu dem Karlsfeld, Bergkirchen, Sulzemoos, Odelzhausen und Pfaffenhofen an der Glonn zählen, sowie Maisach und Gröbenzell aus dem Nachbarlandkreis Fürstenfeldbruck. Denn am Sonntag, 26. April, soll in Pfaffenhofen der Räuber-Kneißl-Radweg eröffnet werden, wie der für die touristischen Projekte der Westallianz zuständige Bürgermeister, Pfaffenhofens Rathauschef Helmut Zech (CSU), nun mitteilte.

In der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der sieben Gemeinden im Pfaffenhofener Verwaltungssitz, darunter auch die Sulzemooser Historikerin Annegret Braun, die das Projekt zusammen mit der Kreisheimatpflegerin Birgitta Unger-Richter wissenschaftlich begleitet. Ebenfalls vor Ort: Westallianz-Geschäftsführerin Dagmar Hendorfer sowie Julia Gamperl vom Regionalentwicklungsverein Dachau Agil, der EU-Fördermittel für das Projekt organisiert hat. Die Münchner Kartografin Marlise Kunkel stellte den Leporello des Radwegenetzes vor - die GPS-Daten der Touren werden auch auf der Internetseite des Radwegs und über eine App zur Verfügung stehen.

Tatsächlich besteht der Räuber-Kneißl-Radweg aus vier verschiedenen Touren: Ein Rundweg verbindet Karlsfeld und Gröbenzell, ein weiterer führt durch das Bergkirchener Ampermoos, die dritte Route quert Maisacher, Egenhofener und Sulzemooser Gebiet und die vierte führt durch Egenhofen, Pfaffenhofen an der Glonn, Odelzhausen und Sulzemoos. Die Touren sind miteinander verbunden. Informationstafeln, ein Audioguide und die App informieren über das Leben in Bayern in der Epoche des Prinzregenten Luitpold, der von 1886 bis 1912 regierte, sowie über die Geschichte des Kleinkriminellen Mathias Kneißl (1875 - 1900), der im Ruf eines "bayerischen Robin Hood" stand.

Ursprünglich war die Einweihung für den Herbst des vergangenen Jahres geplant, doch die Produktion der zahlreichen Medien verzögerte sich. Einiges ist auch noch in Bearbeitung, wie einer Mitteilung des Egenburger Rathauses zu entnehmen ist, etwa die Infotafeln oder auch der Audioguide. Bis Ende April sollen Radabstellanlagen und Servicestationen aufgebaut sowie kinderfreundliche Rastplätze angelegt werden. "Die Nutzer des neuen Radwanderweges können sich schon heute auf einen interessanten Themenweg freuen, der für Jung und Alt vieles bietet", zeigt sich Helmut Zech ist optimistisch.

© SZ vom 20.01.2020
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