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First-Responder-Dienst:Medizinisch gut versorgt

Odelzhausen bekommt einen Ersthelfer vom BRK

Es deutete sich schon Anfang des Monats an, nun ist es offiziell: Ein "First-Responder-Dienst" der Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn wird von den Nachbarn nicht in Anspruch genommen. Sie fühlen sich auch ohne ihn gut versorgt. Der Odelzhausener Gemeinderat nahm in seiner jüngsten Sitzung erfreut zur Kenntnis, dass das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zum 1. November einen "Helfer-vor-Ort" in Odelzhausen einrichten wird. Das BRK-Team bestehe aus "momentan zwölf ausgebildeten und engagierten Kollegen aus Odelzhausen und der direkten Umgebung, die größtenteils ihre Erfahrung auch im Rettungsdienst einbringen", teilte die Dachauer BRK-Geschäftsstelle Bürgermeister Markus Trinkl (parteifrei) mit. Besonders interessant sei folgende Aussage, so Trinkl: "Das Angebot des BRK-Kreisverbandes ist spendenfinanziert und somit für die Kommunen und Bürger kostenfrei." Der von den Pfaffenhofenern angebotene Dienst hätte Investitionen in einem vier- bis fünfstelligen Bereich erfordert.

Vom Odelzhausener BRK-Standort kann auch das Gemeindegebiet von Sulzemoos und Egenhofen (Landkreis Fürstenfeldbruck) versorgt werden. Das Egenhofener Gremium beschloss dieser Tage ebenfalls, nicht auf das Pfaffenhofener Angebot einzugehen. "Wir sind über einen Ersthelferdienst in der Nachbarkommune Baindlkirch sowie nun auch durch Odelzhausen bestens versorgt", erklärte Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele (BGE) auf Nachfrage. Mit "Ersthelfern" oder "First-Respondern" soll in Notfällen die Zeitspanne bis zum Eintreffen medizinischer Fachkräfte verkürzt werden.

© SZ vom 18.10.2018 / Kram
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