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Erhebliches Gefälle:Kinderhaus wird teurer als gedacht

Das neue Kinderhaus im Westen Egenburgs kommt der Gemeinde teurer als gedacht. Und zwar in einem Bereich, mit dem wohl niemand gerechnet hat: den Außenanlagen. Beim jüngsten Treffen des Gemeinderats stellte der Aichacher Landschaftsarchitekt Walter Brugger erste Planungen vor, die sich immerhin 292 000 Euro brutto addierten. Einer der Gründe für die hohen Kosten: das erheblich Gefälle auf dem Gelände, das laut Bayernatlas rund fünf Meter beträgt. Eine Terrasse für die Krippenkinder auf der Nordseite des Gebäudes trägt ebenso zu den Kosten bei wie der daran anschließende Spielplatz oder die zwei Behindertenparkplätze - wobei nur einer gesetzlich vorgeschrieben sei, wie Bürgermeister Helmut Zech (CSU) hervorhob.

Dass diese Investitionen indes notwendig sind, darüber war sich das Gremium einig. Nichtsdestotrotz wurde nach Kostenreduktionsmöglichkeiten gesucht, zum Beispiel bei der Pflasterung. Zudem werden viele Arbeiten durch den kommunalen Bauhof durchgeführt, so die Einfriedung der Geländeaußengrenzen, die Spielbereiche und Spielgeräte, die Außenbeleuchtung und die gesamte Bepflanzung.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, ein "großzügiges Ausführungsfenster" für die anbietenden Fachbetriebe vorzusehen. "Ein hoher Zeitdruck führt zu höheren Kosten", wie Zech schon bei verschiedenen Gelegenheiten betont hat. Ein variabler Realisierungszeitraum könnte zu "vergünstigten Angeboten" führen, so die Hoffnung des Rathauschefs und seiner Ratsmitglieder. Außerdem sollten die Maßnahmen in zwei Losen ausgeschrieben werden, "damit auch kleine Gartenbaufirmen aus der Umgebung die Möglichkeit haben, mit anzubieten", erklärte Zech.

Der Ausschreibungszeitpunkt sowie der Ausführungszeitraum muss nun zwischen Brugger sowie dem Schwäbisch Gmünder Architekturbüro Nitsche und Pfeifer abgestimmt werden. Als frühester Beginn wurde der kommende September genannt, die Fertigstellung könnte bis Mai 2020 gelingen.