Ehrliche Finderin Musiker verliert geliebte Gitarre

55-Jähriger vergisst Instrument in S-Bahn, bekommt es aber wieder

Ein 55-jähriger Musiker aus Erding hat innerhalb von 24 Stunden eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Er ließ seine geliebte E-Gitarre in der S-Bahn liegen, einen Tag später erreichte ihn die erlösende Nachricht, dass eine 51-Jährige aus Vierkirchen das Instrument bei der Gemeinde abgegeben hatte. Doch der Reihe nach: Wie die Bundespolizei berichtet, war der 55-Jährige am Mittwochmittag in der S2 in München unterwegs. Seine E-Gitarre hatte er in der Gepäckablage verstaut. Als die S-Bahn am Stachus stand, mussten die Fahrgäste wegen eines Feueralarms aussteigen - es war ein Fehlalarm, wie sich später herausstellte. In der Aufregung vergaß der 55-Jährige seine Gitarre. Es handelt sich um ein Einzelstück im Wert von 2500 Euro. Der Musiker setzte sich mit der Deutschen Bahn und deren Fundstelle in Verbindung, ohne Erfolg. Er erstattete Anzeige bei der Bundespolizei.

Der erlösende Anruf kam am Donnerstag: Eine Mitarbeiterin der Gemeinde Vierkirchen informierte den 55-Jährigen, dass seine E-Gitarre von einer 51-jährigen Gemeindebewohnerin abgegeben worden war. "Der glückliche Eigentümer hatte bereits bei der Bundespolizei angekündigt, der Finderin eine Belohnung zukommen zu lassen", heißt es im polizeilichen Pressebericht. Der emotionale Wert sei für den Musiker im Vergleich zum Kaufpreis sehr viel höher einzuschätzen. Der 55-Jährige hatte das Instrument 2016 zusammen mit einem Fachmann gebaut und dafür Teile von Instrumenten aus den Achtzigern verwendet.