Bürgermeister wenig erfreut Standort für Mobilfunkmast

Ein Pfaffenhofener Bürger überlässt dem Konzern ein Areal

Nun scheint Bewegung in Sachen des 40 Meter hohen Mobilfunkmasts zu kommen, den die Deutsche Telekom im Oberen Glonntal aufstellen will. Bürgermeister Helmut Zech (CSU) teilte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mit, dass ein Bürger aus Ebersried, ein Dorf direkt an der Glonn im Süden des Gemeindegebiets, gewillt sei, dem ehemaligen Staatskonzern einen Standort für den Mobilfunkmasten zu überlassen. Bürgermeister Zech zeigte sich jedoch im Gespräch mit der SZ wenig erfreut über die neue Entwicklung. "Jetzt tritt genau das ein, was wir eigentlich vermeiden wollten - auf eine Vereinbarung zwischen einer Privatperson und der Deutschen Funkturm haben wir keinen Einfluss und können nicht mitreden, wenn es um Höhe oder Gestaltung geht", sagte Helmut Zech.

Die Kommune hatte der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm schon im vergangenen Jahr einen Bauplatz auf dem Gelände am Kreisverkehr zwischen den Ortsteilen Wagenhofen und Pfaffenhofen in Aussicht gestellt - was allerdings zu heftigem Widerstand vor allem in den Reihen der Wagenhofener Anlieger geführt hatte. Für deren Sorgen habe er durchaus Verständnis, sagte Zech. An dem ständig wachsenden Bedarf könne er jedoch nichts ändern. Zech verweist auf die in diesen Tagen laufenden Verhandlungen zu den 5 G-Lizenzen. Er erzählt: "Wir haben im Rathaus übrigens auch Anrufe und E-Mails von Bürgerinnen und Bürgern erhalten, die sich für den Mobilfunkmast ausgesprochen haben." Der Pfaffenhofener Rathauschef kündigt an: "Wir werden das Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung ausführlich behandeln und eine Entscheidung herbeiführen." Das Gremium wird am Montag, 8. April, um 19.30 Uhr tagen.