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Bauantrag:Kapelle für Erlhausen

Gemeinderat Weichs genehmigt Bauantrag eines Bürgers

Das Dachauer Land ist reich an kleinen Kapellen, die überwiegend außerhalb von Ortschaften an Feldwegen und Straßengabelungen gebaut wurden. Diese Weg- oder Feldkapellen wurden zumeist aus Dankbarkeit oder infolge eines Gelübdes von einzelnen Privatpersonen errichtet. Auch für die Nachfahren sollten Kapellen erhalten bleiben, denn sie gehören zur Geschichte von "Land und Leuten", sind ein Zeugnis der Frömmigkeit von Menschen.

Der Bauausschuss der Gemeinde Weichs genehmigte in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig den Bauantrag eine alteingesessenen Bürgers. Dieser möchte eine Kapelle am südlichen Ortsende von Erlhausen errichten. Die Planung sieht ein kleines Gebäude von sechs Metern Länge und vier Metern Breite vor sowie einen acht Meter hohen Glockenturm (Grundfläche 1,4 mal 1,4 Meter). Das Bauvorhaben im Außenbereich ist zulässig, wenn die Ausführung oder Benutzung öffentlicher Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist. Der Unteren Naturschutzbehörde zufolge werden insgesamt zwei Stellplätze gefordert, die im Nordosten des Grundstücks vorgesehen sind. Die Zufahrt soll von der Flurbereinigungsstraße über eine kleine Entwässerungsrinne erfolgen.

Nach einer Ortsbesichtigung mit dem Bauhofleiter wurde festgestellt, dass dieser Graben zur schadlosen Ableitung von Regenwasser erhalten bleiben muss. Dies könnte durch eine entsprechende Befestigung der Zufahrt mit Pflastersteinen oder durch Aufkiesen möglich werden. Zudem wäre eine Zufahrt zu den Stellplätzen über die bestehende Einfahrt von der Gemeindestraße denkbar. Das Landratsamt Dachau hat bereits die Baugenehmigung erteilt unter naturschutzfachlichen und wasserrechtlichen Vorgaben. Darin wird die Verlegung des Zugangs zum Baugrund auf die Westseite gefordert, damit weder Baumfällungen noch eine Verrohrung des Grabens notwendig sind.