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BR-Orchester auf Asien-Reise (1):Mit Darth Vader in Taipeh

Beethoven und Brahms für asiatische Klassik-Fans: Das Symphonieorchester des BR tourt durch China. Mit dabei ist der Fotograf Martin Fengel, der für Süddeutsche.de auch abseits des Musikbetriebs Impressionen sammelt - und dabei auf tanzende Taiwanesen und einen richtigen Film-Bösewicht trifft.

10 Bilder

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ist derzeit in China unterwegs. Mit dabei: der Fotograf Martin Fengel, der auch abseits der Konzerte Eindrücke von Land und Leuten sammelt. Süddeutsche.de zeigt seine Bilder.

Der Lufthansa-Flug LH730 nach Hongkong ist fest in der Hand der Musiker. Um die normalen Flug-Regularien kommen jedoch auch Künstler nicht herum. Das Bordpersonal sammelt alle Pässe ein - und die Musiker bekommen einen ersten Vorgeschmack auf die kulinarischen Gegebenheiten des Reiseziels.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Kräfte sammeln für die ersten Proben: Große Jetlag-Probleme haben die Musiker nicht. Schließlich startet der Flug am Samstagabend - und am Nachmittag des nächsten Tages landet der Flieger in Hongkong. Von dort geht es weiter nach Taipeh.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Dort wird das Symphonieorchester bereits erwartet. Mit dem Bus geht es dann erst einmal ins Hotel.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Während Mrs. Yang und Mr.Lu sich leicht nervös von der langsam schmelzenden "LOVE" Skulptur (einer etwa 1,50 Meter hohen Nachbildung des Kunstwerks von Robert Indiana aus Eis) in Richtung Ballroom "Grande" des Hotels Grand Formosa Regent (in dem auch die Musiker untergebracht sind) entfernen, um ihre Hochzeit zu feiern, zeichnet Dirigent Daniel Harding auf das Briefpapier mit Bleistift einen kleinen Darth Vader. Tausende Kilometer entfernt erhält zur gleichen Zeit in Los Angeles James Earl Jones, der dem Film-Bösewicht in den Star-Wars-Filmen seine Stimme lieh, einen Ehren-Oscar.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Am Montag gibt es dann die erste Pressekonferenz, denn das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wird am nächsten Abend in der National Concert Hall in Taipeh die Egmont-Ouvertüre von Beethoven, Brahms' Violinkonzert und Schuberts Symphonie Nr. 8 spielen.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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Eine taiwanesische Journalistin macht sich Notizen auf den Presseunterlagen. Für die Kollegen vom BR-Radio geht es vor allem um die richtigen O-Töne - deshalb halten sie ihre Mikrofone an die Lautsprecher.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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In Taipeh ist es grau und kalt. Die Taiwanesen mögen die Kälte, wie sonst lässt sich erklären, dass hier alle Innenräume heruntergekühlt werden. Sie scheinen kälteunempfindlich zu sein. Im Nieselregen fährt der Bus mit den Orchestermusikern zur Probe... 

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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...in die National Concert Hall.

BR-Symphonie-Orchester in China

Quelle: Martin Fengel

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"Bratschen mögen dieses Wetter", sagt Andreas Marschik vom BR-Symphonieorchester, "da klingen sie besonders gut". Das hat mit der Luftfeuchtigkeit zu tun.

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Quelle: Martin Fengel

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Und wirklich, bei der Generalprobe zum ersten Konzert klingt es schon ziemlich gut. Während Bariton Christian Gerhaher davon singt, dass ihm die Welt abhanden gekommen ist, tanzen draußen, unter dem Vordach des Konzertsaals, junge Taiwanesen zu "I got the power" des Dance-Projekts Snap. Können die Jungs auch mit klassischer Musik etwas anfangen? "Yes, absolutely!"

Die Chinatournee führt das Orchester noch nach Hongkong, Shenzen, Shanghai, Suzhou und Peking. Voraussichtlich am Freitag zeigt Süddeutsche.de die nächsten Foto-Eindrücke von Martin Fengel. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Orchesters sowie auf Facebook. Im Lokalteil der SZ erscheint jeden Tag das Tagebuch aus China von Egbert Tholl.

© Süddeutsche.de/tob

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