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Bilanz des vergangenen Jahres:13 298 U-Bahn-Störungen

Der MVG zufolge waren meist technische Probleme schuld

Mehr als 36 Störungen pro Tag sind vergangenes Jahr bei der Münchner U-Bahn im Durchschnitt aufgetreten. Das geht aus einer Antwort der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf eine Stadtratsanfrage hervor. Insgesamt zählte die Leitstelle 13 298 sogenannte Störfälle und Ereignisse. Die Gründe dafür sind vielfältig. So hatte die MVG vor allem mit den neuen U-Bahnen vom Typ C2 regelmäßig Probleme, die allerdings inzwischen weitgehend behoben seien, wie MVG-Sprecher Matthias Korte auf Nachfrage erklärt. Zu den Klassikern, die regelmäßig auftreten, gehören auch Signalstörungen. Etwa ein Drittel der Störungen gehe allerdings nicht auf technische Probleme zurück, sondern auf Unfälle und Polizeieinsätze sowie auf Passagiere, die etwa Gegenstände ins Gleis werfen oder den Feueralarm auslösen. Außerdem verbucht die MVG auch die Kategorie "Fahrplan nicht beachtet" als Ereignis. Das bedeutet, dass ein Fahrer ohne ersichtlichen Grund vom Fahrplan abweicht. Er wird dann angefunkt. Man arbeite daran, die Störfaktoren zu minimieren, teilt die MVG mit. Die Pünktlichkeit betrug im vergangenen Jahr 90,5 Prozent und habe sich trotz gestiegener Beförderungsleistung gegenüber 2017 nicht verschlechtert. Ein Dauerthema ist auch die Verfügbarkeit von Personal. So tut sich die MVG stets schwer, Fahrer zu finden, bildet inzwischen aber vermehrt aus, um den Bedarf zu decken.

© SZ vom 01.10.2019 / schub
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