Auktion Verspätungsschal gehört jetzt der Deutschen Bahn

Der kunterbunte so genannte Verspätungsschal aus Bayern wurde im Internet zum viralen Hit. 7550 Euro brachte das Werk einer genervten Pendlerin bei einer Internet-Auktion ein. Jetzt wurde bekannt, dass es die Deutsche Bahn selbst war, die den Schal ersteigert hat. Wie die Tochter der Strickerin am Mittwochabend auf Twitter mitteilte, hat das Digital-Team der Bahn bei der Auktion zugeschlagen. Der 1,50 Meter lange Schal war von der 55-jährigen Claudia Weber gestrickt worden, die sich über die Verspätungen der Bahn ärgerte.

Jeden Tag strickte die Frau, die täglich aus Moosburg nach München pendelt, zwei Reihen: eine für den Hin- und eine für den Rückweg. Bei weniger als fünf Minuten Verspätung nahm sie graue, bei fünf bis 30 Minuten rosafarbene und bei einer Fahrt, die mehr als eine halbe Stunde verspätet war, rote Wolle. So ging das den Sommer über, am Ende wurde es ein Schal mit viel Rot. Oft war die Moosburgerin zwei Stunden unterwegs, statt 40 Minuten. Ihre Tochter postete ein Foto des Schals auf Twitter, wo er begeisterte Reaktionen hervorrief. Die 7550 Euro sollen der Bahnhofsmission gespendet werden. Der Schal wird der Deutschen Bahn wahrscheinlich nächste Woche übergeben.