bedeckt München
vgwortpixel

US-Medien:Gesundheit

Arianna Huffington hat in Raten Abschied von ihrem Projekt genommen.

(Foto: Jordan Strauss/AP)

Arianna Huffington will sich ihrer neuen Firma widmen und verlässt die von ihr gegründete "Huffington Post". Das Konzept der kostengünstigen Internet-Zeitung hat die heute 66-Jährige weit über die amerikanischen Grenzen hinaus populär gemacht.

Arianna Huffington hat das Konzept der Internet-Zeitung weit über die amerikanischen Grenzen hinaus populär gemacht: Meldungen anderer Medien zusammentragen, mit eigenen Kolumnen und eigener Berichterstattung anreichern und das Ganze zu möglichst niedrigen Kosten. Ihre 2005 gegründete Huffington Post wurde zum Vorbild für unzählige vergleichbare Internet-Auftritte. Jetzt, mit 66 Jahren, verlässt Huffington ihr Unternehmen. "Ich dachte immer, die HuffPost würde mein letztes Werk sein. Doch jetzt habe ich mich dazu entschlossen, als Chefredakteurin der HuffPost zurückzutreten und mich meiner neuen Firma Thrive Now zu widmen", schrieb sie in einem Tweet. Thrive Now hat nichts mehr mit Medien zu tun, sondern ist eine Plattform, die Unternehmen dabei helfen soll, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. In den vergangenen Monaten hatte Huffington damit begonnen, Kapital für das Start-up zu sammeln.

In der Rückschau hat Arianna Huffington in Raten Abschied genommen von der HuffPost. 2011 verkaufte sie das Unternehmen für 315 Millionen Dollar an AOL, blieb aber Chefredakteurin. Der einstige Internet-Pionier wurde im vergangenen Jahr seinerseits von Verizon gekauft, dem Telekommunikations-Giganten aus New York.

In den vergangenen elf Jahren hat sich die Huffington Post zu einer einflussreichen Plattform für das linksliberale Amerika entwickelt. Das war nicht von vorneherein klar. Die in Athen als Arianna Stasinopoulos geborene Autorin hatte 1986 den republikanischen Millionär und Politiker Michael Huffington geheiratet und galt als rechts. Sie unterstützte unter anderem den Führer der konservativen Revolution im Kongress, Newt Gingrich. Später wandelte sie sich jedoch zu einer kämpferischen Linksliberalen.