Journalismus in Hamburg Verkauft in der City

Abendblatt-Journalismus geht nach dem Motto: Die Welt ist im Grunde nur ein Stadtteil von Hamburg.

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Das "Hamburger Abendblatt" ist ausgerechnet mit dem Neubesitzer Funke aus Essen hanseatischer denn je. Nur die Weltnachrichten macht man nicht mehr selbst.

Von Thomas Hahn

Im Herbst 2013 wurde bekannt, dass das Hamburger Abendblatt umziehen werde. Raus aus dem Springer-Hochhaus an der Caffamacherreihe in der Innenstadt, irgendwo hin, wo die Miete nicht so teuer sei. Und natürlich passte die Nachricht ins Bild: Im Juli zuvor hatte das Verlagshaus Axel Springer bekanntgegeben, dass es Teile seiner Printsparte für 920 Millionen Euro an die Funke Mediengruppe aus Essen verkauft habe, inklusive Abendblatt. Für altgediente Redakteure war das ein Schock, ein Unding, Verrat am Erbe des Abendblatt-Gründers ...