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Hörfunktipps:Los jetzt

Es kann einem Angst und Bange werden: vor dem Aufbruch in die Fremde, vor der Rückkehr in die Heimat. Vor schlechten Köchen, Spießern und Außerirdischen. Das Radio spricht den Hörern Mut zu, trotzdem das eine oder andere Wagnis einzugehen.

Angstlust

Das maximal Fremde, Außerirdische also, betracht Raphael Smarzoch durch die popkulturelle Brille (DLF, Sonntag, 20.05 Uhr). Ums maximal Vertraute geht es Michel Decar in Philipp Lahm: Wie man in Zeiten extremer Erregung ganz unauffällig Außergewöhnliches erreicht (DLF Kultur, Nacht zu Montag, 0.05 Uhr). Eine Satire über Extrovertiertheit liefert indes Tom Heithoff: In Der Aufstand lamentieren Reiche, wie schwer es ihnen gemacht wird, Geld auszugeben (Bayern 2, Freitag, 21.05 Uhr). Um politische Unzufriedenheit und den daraus resultieren rechten Kulturkampf geht es im Nachtstudio-Essay Ängst is now a Weltanschauung von Kathrin Röggla und Fiston Mwanza Mujila (Bayern 2, Dienstag, 20.05 Uhr).

Aufbrüche

Zurück in die fremd gewordene Heimat Togo geht es im Hörspiel Die Aleppo-Beule (SR 2, Sonntag, 17.04 Uhr). Klaus Mann schildert in Speed die Geschichte eines erzwungenen Exils (Bayern 2, Samstag, 15.05 Uhr). Auf Mission schickt Hubert Fichte seinen San Pedro Claver (HR 2, Mittwoch, 21 Uhr). Nicht nur um ihr Seelenheil besorgt sind die Menschen in Seenot, aus deren Originaltönen Mechthild Müser ihr Hörspiel Schiffbruch montiert hat (Bremen Zwei, Sonntag, 18.05 Uhr). Dazu passt auch Jona, Lothar Trolles Variation über die biblische Episode (SWR 2, Sonntag, 18.20 Uhr).

Gefährliches Pflaste

Riskante Unterfangen: Philipp Löhle erzählt von einem fiktiven Entführungsfall in Bombenteppich (SWR 2, Donnerstag, 22.03 Uhr). Der Restaurantkritiker Wolfram Siebeck urteilt: Da gehen wir nicht mehr hin (SWR 2, Sonntag, 14.05 Uhr). Eine Weggefährtin Rosa Luxemburgs erinnert sich in Der Name Mathilde (WDR 3, Dienstag, 19.04 Uhr). Und schließlich ein Endzeitszenario von Philip K. Dick: Erinnerungsmechanismus (WDR 3, Donnerstag, 19.04 Uhr).