Fotoagentur Sipa Press vor Verkauf Angriff auf AFP

Angeblich steht die renommierte Fotoagentur Sipa Press kurz vor der Pleite. Rettung verspricht nun die Übernahme durch die Agentur dapd - allerdings nicht für alle: Viele Jobs sollen auf der Kippe stehen.

Von Claudia Tieschky

Die berühmte französische Fotoagentur Sipa Press steht offenbar unmittelbar vor dem Verkauf an die deutsche Nachrichtenagentur dapd. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung Le Monde bestätigte dapd am Sonntag auf Anfrage: Die Verhandlungen seien so gut wie abgeschlossen, es wird nicht erwartet, dass die Übernahme noch scheitern kann.

Sipa Press ist bislang Teil der Mediengruppe Sud Communications, die dem Industriellen Pierre Fabre gehört. Dem Bericht von Le Monde zufolge soll Sipa kurz vor der Insolvenz gestanden haben; die Übernahme durch dapd werde mit heftigen Einschnitten und Entlassungen verbunden sein, darunter 16 der 24 fest angestellten Fotografen, die neben den 600 Korrespondenten für die Agentur arbeiten.

Le Monde zitiert dapd-Geschäftsführer Martin Vorderwülbecke mit der Absicht, Sipa-Kunden künftig auch einen Textdienst anbieten zu wollen, man sei im Gespräch mit interessierten französischen Regionalblättern. Die Möglichkeit werde sehr intensiv geprüft, hieß es bei dapd. In Frankreich versteht man diese Ankündigung als Frontalangriff auf die Agentur AFP.