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"Boardwalk Empire" geht in die zweite Staffel:Ruhm, Respekt und Nucky Thompson

Die erste Staffel der Prohibitions-Serie "Boardwalk Empire" endete mit einem Knall: Nun zeigt TNT Serie neue Folgen, in denen die Hauptfigur sein Glücksritter-Paradies gegen ehemalige Verbündete verteidigen muss. Mit grandiosem Schlussakkord.

Die Zuschauer seien heute so gerissen, dass sie jeden Trick der Fernsehautoren schon im Voraus erahnen, beschwerte sich der Autor und Produzent Terence Winter kürzlich in einem Interview - deswegen sei es so befriedigend für ihn gewesen, "dass wir die Leute schockieren konnten".

Gemeint war der große Knall, mit dem die zweite Staffel von Winters preisgekrönter HBO-Serie Boardwalk Empire endet - von diesem Mittwoch an sind die zwölf neuen Folgen des Gangsterdramas in der Prohibitionszeit im deutschen Bezahl-Fernsehen zu sehen.

2010 startete Boardwalk Empire mit viel Aufmerksamkeit und einer Pilotepisode inszeniert von Martin Scorsese. Steve Buscemi spielt darin den korrupten Stadtkämmerer Nucky Thompson, der in den 1920er Jahren über das amerikanische Glücksritter-Paradies Atlantic City herrscht. In der zweiten Staffel muss er nun sein Imperium gegen eine Koalition aus ehemaligen Verbündeten um seinen Ziehsohn verteidigen.

Die zahlreichen epischen Verstrickungen der Serie sind rund um diesen Nucky konstruiert: das Streben der Kriminellen nach Ruhm und Respekt, die ethnischen Identitätskonflikte, die religiöse Suche nach Vergebung.

An seiner Figur liegt es auch, dass die Serie ihren roten Faden nicht verliert - denn dem Zuschauer wird wie schon in Staffel eins ein fast unerschöpfliches Panoptikum an Nebenhandlungen und -Figuren präsentiert. Bis dann alles in Winters grandiosem Schlussakkord ein Ende findet.

Boardwalk Empire,TNT Serie, mittwochs, 20:15 Uhr

© SZ vom 29.02.2012/cag/rela

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