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US-Künstler Nickolay Lamm:Barbie mit Plastik auf den Hüften

Sie ist einen Kopf kleiner als das Original, hat weniger Taille, dafür mehr Hüfte. Der US-Künstler Nickolay Lamm hat eine Barbie mit den Maßen der Durchschnittsamerikanerin entworfen. Das Ergebnis wirft vor allem eine Frage auf.

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"Barbie"-Projekt des US-Künstlers Nickolay Lamm

Quelle: Nickolay Lamm

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Sie hätte mit Arthrose und Atemnot zu kämpfen, außerdem würde sie wohl nie ein eigenes Kind bekommen können. Eine echte Frau mit den Maßen der klassischen Barbie hätte Ärzten zufolgen mit lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Trotzdem orientieren sich junge Mädchen rund um den Globus seit Generationen am Schönheitsideal, das die Plastikpuppe des US-Spielzeugherstellers Mattel verkörpert.

Einen ungewöhnlichen Weg, dieses unrealistische Körperbild ad absurdum zu führen, hat jetzt der amerikanische Künstler Nickolay Lamm gefunden.

"Barbie"-Projekt des US-Künstlers Nickolay Lamm

Quelle: Nickolay Lamm

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Der 24-Jährige entwarf mithilfe der Daten des US-Gesundheitsbehörde CDC und eines 3D-Druckers eine Barbie mit den Maßen der Durchschnittsamerikanerin. Die Idee sei plötzlich einfach in seinem Kopf gewesen, schrieb Lamm in einer E-Mail an SZ.de, die Realisierung habe dann noch einige Monate gedauert.

"Barbie"-Projekt des US-Künstlers Nickolay Lamm

Quelle: Nickolay Lamm

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Am auffälligsten ist der Größenunterschied zwischen falschem Original und richtiger Fälschung: Lamms Puppe ist gut einen Kopf kleiner als die Version von Mattel. Außerdem hat die "normale Barbie", wie die Huffington Post titelte, weniger Taille, dafür breitere Schultern und Hüften und einen runderen Hintern.

"Barbie"-Projekt des US-Künstlers Nickolay Lamm

Quelle: Nickolay Lamm

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Gerade im Vergleich der bekleideten Puppen wird deutlich, wie ungesund überzogen die Proportionen der klassischen Barbie sind: Der Kopf wirkt viel zu groß und schwer für die schmalen Schultern. Und auch wenn sie kein Gramm Kunststoff zu viel am Körper hat, stellt sich dem Betrachter die Frage, wie die die dünnen Beinchen selbigen tragen können.

"Barbie"-Projekt des US-Künstlers Nickolay Lamm

Quelle: Nickolay Lamm

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Doch Lamms Puppe wirkt nicht nur deutlich gesünder. "Eine realistisch proportionierte Barbie sieht tatsächlich ziemlich gut aus", zeigte sich der Künstler selbst erstaunt über das Ergebnis seiner Arbeit. Er verbindet deshalb mit seinem Projekt eine konkrete Hoffnung: "Wenn es nur eine kleine Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Barbie in ihrer jetzigen Form einen negativen Einfluss auf junge Mädchen hat, und wenn Barbie als Durchschnittsamerikanerin doch gut aussieht - was hindert Mattel daran, eine solche Puppe zu produzieren?"

© Süddeutsche.de/jobr/mati

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