Fotoalbum"Ich habe mich gefühlt wie eine Bulldogge im Dirndl"

Ihre Heimat, ihre ersten Auftritte, ihre Familie: Die österreichische Schauspielerin Ursula Strauss ist als Kommissarin Angelika Schnell auch in Deutschland bekannt. Der SZ gewährt sie Einblick in ihr privates Fotoarchiv.

Schminken

Hier verwandle ich mich in den Diener Valerio in "Leonce und Lena" am Ensemble Theater in Wien, das damals von Michaela Scheday geführt wurde. Sie war meine große Mentorin in meinen ersten Berufsjahren. Sie war eine Verfechterin, dass Arbeitszeit auch Lebenszeit ist und dass man sie deswegen gut verbringen muss. Das finde ich nach wie vor eine sehr richtige Einstellung! Für mich war es sehr wichtig, an einer Bühne in der Off-Szene zu beginnen. Ich hätte nicht das nötige Selbstbewusstsein gehabt, um gleich an eine große Bühne wie zum Beispiel das Burgtheater zu gehen. Ich bin dankbar für meinen Weg.

Ein Schritt folgte dem anderen - bis ich zur "Leading Lady" wurde in "Schnell ermittelt", wo ich seit Jahren in der ersten Reihe stehe. Ich liebe es, mich selber zu schminken. Die Figuren, die man spielt, entstehen dann anders, weil sie aus einem heraus entstehen. Ich bin dabei sehr präzise und mag es nicht, wenn ich von jemanden anderen geschminkt werde, der nicht genau arbeitet. Im Sommer 2018 habe ich endlich nach langer Zeit wieder Theater gespielt. Bei den Nibelunge-Festspielen in Worms war ich die Burgherrin Brunhild. 2019 wird ein intensives Drehjahr, also ist zeitlich leider kein Theater möglich.

Bild: privat 4. Januar 2019, 10:512019-01-04 10:51:20 © SZ.de/jael/pvn