SM-Utensilien im Haushalt:Klischees von Lack, Leder und Peitschen

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Wenn jemand den Wunsch hat, mit dem Partner SM-Praktiken auszuprobieren, aber bisher in der Beziehung nie darüber gesprochen wurde: Wie bringt man das Thema am besten an, ohne dass der andere gleich einen Schock bekommt?

Ich rate den Leuten meist davon ab, zu sagen: "Ich will mal SM ausprobieren". Sondern eher: "Ich fände das spannend, wenn Du mir einen Klaps auf den Hintern gibst. Oder darf ich Dir mal einen geben?" Es ist immer besser, konkret zu bleiben und nicht Begriffe auf den Tisch zu bringen, unter denen jeder etwas anderes versteht. Bei SM denken die Leute sofort an die wildesten Geschichten.

Lack, Leder und Peitschen

Ja, das sind die Standard-Klischees. Inzwischen gibt es auch in jedem Sex-Shop SM-Einsteigersets, die vor allem dadurch bestechen, dass die Spielzeuge schwarz sind, obwohl das nicht viel mit SM zu tun hat.

Pünktlich zum Film hat sich eine US-Firma die Lizenz für 49 Sex-Toys gesichert. Es gibt Handschellen, Liebeskugeln und ein Paddel zum Verhauen des Partners, außerdem eine Creme, mit der man die wunden Stellen anschließend einreiben kann, alles mit "Fifty Shades of Grey"-Logo.

Das ist natürlich ein gigantisches Geschäft. Aber für den Hausgebrauch sind solche Dinge gar nicht nötig. Fürs Erste tut es zum Augenverbinden ein Schal oder eine Krawatte. Langsam herangehen. Für Klapse auf den Hintern eignet sich ein Rührlöffel aus der Küche. Wäscheklammern sind auch gut, die kann man an der Haut ansetzen oder an den Brustwarzen. Leute, die Pferde haben, besitzen vielleicht auch eine Reitgerte. Aber man kann auch einfach die Hand nehmen und damit kneifen oder leichte Schläge austeilen.

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