Radsport Nasenlose Sättel sind gut für die Potenz

Wer viel Rad fährt, wird impotent - stimmt das? Dieser Frage sind Wissenschaflter nachgegangen - mit überraschendem Ergebnis.

Schon bei so mancher Tour de France haben sich einige Zuschauer gefragt, ob sich diese lange Tortur auf den schmalen Fahrradsätteln nicht schädlich auf die Potenz auswirkt. Sportwissenschaftler streiten seit Jahren über die Auswirkungen, und einige Studien belegen, dass der Leistungssport auf zwei Rädern tatsächlich aufs Gemächt schlägt.

Augen auf beim Sattelkauf - ist das Ergebnis der Sattelstudie amerikanischer Wissenschaftler.

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Sogenannte nasenlose Fahrradsättel wirken sich da vorteilhaft auf die Leistungsfähigkeit des männlichen Geschlechtsteils aus und verhindern Schäden für die Fortpflanzungsfähigkeit.

Das haben Wissenschaftler vom National Insitute for Occupational Safety and Health im US-amerikanischen Cincinnati jetzt in einer Studie herausgefunden.

Dazu ließen sie 90 Polizisten sechs Monate lang auf den nahezu runden Sätteln ohne die übliche nach vorne gerichtete Nase durch ihr Einsatzgebiet radeln. Vorher und nachher überprüften sie, wie empfindlich der Penis der Männer auf Berührungen reagierte, wie erregungsfähig er war und ob und welche natürliche Steifheit er während der Schlafphasen der Männer erreichte.

Zudem befragten sie laut eines Berichts des Fachmagazins The Journal of Sexual Medicine die Polizisten nach ihren persönlichen Empfindungen und ihrer Körperwahrnehmung in Bezug auf den Sattel.

Von 73 auf 13 Prozent sank innerhalb der sechs Monate die Zahl jener radelnden Ordnungshüter, die nach ausgiebigem Fahrradfahren über Taubheit im Schritt geklagt hatten. Gleichzeitig stieg bei den meisten die Tastempfindlichkeit und Schwellfähigkeit des Gemächts.

Das führen die Mediziner auf den verringerten Druck im Beckenbodenbereich und die verbesserte Durchblutung im Unterleib durch die ergonomischen Fahrradsitze zurück.