Lars von Trier "Für mich ist das Leben selbst schon die Hölle"

Lars von Trier at the Cannes Film Festival in Cannes, France.

Lars von Trier: "Der dunklen Seite nachzugeben ist leider viel einfacher, als das Gute zu sehen"

(Foto: Julien Mignot/Laif)

Der Regisseur Lars von Trier ist für seine düsteren Filme bekannt und sagt: "Wir sind sehr masochistisch veranlagt". Ein Gespräch über Angst und die dunklen Seiten des Menschen.

Von David Steinitz

SZ: Herr von Trier, ein etwas pathetischer Einstieg, aber: Glauben Sie an die Hölle?

Lars von Trier: Huch, warum das denn?

Weil Ihre Filme sich meist ziemlich höllisch anfühlen, die Protagonisten leiden Qualen, die Sie nur zu gern explizit zeigen. In Ihrem neuen Thriller "The House That Jack Built" landet ein Serienmörder sogar wortwörtlich in der Hölle.

Nun, das ist richtig. Trotzdem glaube ich selbst nicht an die Hölle, zumindest nicht im christlichen Sinn. Und das aus einem sehr einfachen ...

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