bedeckt München 15°
vgwortpixel

Corona-Auszeit:Tipps für Familien

Jeden Tag kommen hier drei neue Tipps dazu - aus technischen Gründen leider immer unten, nicht oben. Wer also schon mal hier war: einfach runter scrollen!

Schauen

Ein Fuchs, der schlau und auch ein bisschen hinterlistig ist, dazu seine Familie, die ihm in den wichtigen Momenten beisteht und Tiere, die gemeinsam gegen böse Bauern kämpfen: Der "Fantastische Mr. Fox" ist nicht nur sehr lustig, sondern zeigt, dass man stärker ist, wenn man zusammenhält. Den Soundtrack kann man übrigens immer anhören und saugut nachpfeifen.

Aktuell bei Amazon Prime, iTunes und Google Play erhältlich.

Machen

Dr. Bodo Bleinagel

Mandarinenpalme

(Foto: Dr. Bodo Bleinagel)

Man braucht schon ein paar Versuche und ein bisschen Zeit. Aber davon gibt es ja gerade genug. Wer schafft die schönste Mandarinenpalme? Gern auch auf dem Fensterbrett liegen lassen: Mit den Tagen verändert sie sich!

Reimen

Ist Dir grade weilig, lang?

Ist dir vielleicht sogar bang?

Dann behandele dich pfleglich:

Reim daheim! Im Netz und täglich!

Poesie für Kinder, die zu Hause bleiben. Auf Instagram: @sabine_magnet und Facebook: @Poetry to go. Werktags um 16 Uhr, Samstag, Sonntag um 10 Uhr. Dauert etwa eine Viertelstunde. Mit Vorlesen, Live-Reimen und einer extra Challenge für den nächsten Tag.

Lesen

Kann man in dieser Situation ein Strand-Bilderbuch empfehlen? Dazu zwei Antworten. Erstens: Wann sonst? Zweitens: Dieses auf jeden Fall. Am Strandtag ist zwar etwas wackelig übersetzt, aber selbst das wirkt sympathisch: Eine echte Kindersicht auf das faule Strandgeliege der Erwachsenen ohne kumpelhafte Anbiederung, frei von Pädagogik. Ein Superspitzenlieblingsbuch!

Vessela Nikolova/Susanna Mattiangeli: Ein Strandtag. Für Kinder ab 3 Jahren.

Warten

(Foto: Privat)

Jetzt die Fingernägel lackieren. Und zwar sehr bunt und von der ganzen Familie. Sieht hübsch aus, oder? Frage: Wo wird die Farbe hingewachsen sein, wenn wir alle wieder raus dürfen?

Fingernägel wachsen ungefähr einen Millimeter pro Woche. Wie lang sind sie dann an Ostern?

Spielen

(Foto: GCA)

Neue Whatsapp-Gruppe mit Oma und Opa gründen. Titel: "Das geheime Geräusch". Einfach ein kurzes Geräusch aus dem Alltag aufnehmen und in der Gruppe hochladen: Das Blubbern der Lieblingspastasoße etwa, Zähneputzen, das Surren von Looping Louie, das man sonst immer so gern mit Opa spielt. Wer errät, was es ist, darf das nächste Rätselgeräusch aufnehmen.

Bananen schmecken gut und machen dazu ein lustiges (und sehr schwer zu erratendes) Geräusch beim Öffnen.

Basteln

Eine Umarmung kann man verschicken. Ist so: Einfach die eigenen Hände aufs Papier legen und umranden. Ausschneiden und unten mit dem Locher ein Loch lochern (oder vorsichtig stechen). Hände bemalen (oder ein paar Zeilen drauf schreiben) und dann mit einer langen Schnur verbinden. Die können sich Oma, Opa oder Freunde dann umlegen.

Geldfinden

Stoppuhr auf sieben Minuten stellen und bei "Los" die gesamte Wohnung nach herumliegenden Kleingeld absuchen - vor allem die Jacken und Hosentaschen der Eltern. Geldbörsen, Spardosen, Tresore sind tabu. Wer findet am meisten? Dann Einkaufsliste für später anlegen: zehn Eiskugeln bei der Lieblingsdiele, Balkonblumen, 30 Center Shocks? Was auch immer - und sicher: Kein Klopapier.

Staunen

Wer Tiersehnsucht hat (Zoos sind ja zu), findet hier eine super Sammlung von Live-Cams: Bären, die im reißenden Fluss Lachse fangen. Quallen, die durchs Meer schillern, Nacktmulle beim Futtern. Die sind wirklich süß-hässlich.

Fadenspiel

ztringz

Die armen Hände müssen gerade andauernd unters Wasser. Aufgemalte Virusfratzen werden abgeschrubbt werden. Und anfassen darf man schon lange nichts mehr. Okay, hier die Ausnahme: Das Fadenspiel ztringz. Wunderschön regenbogig wie es sich hier durch die Seite schlängelt und für alles von Griffelakrobatik bis Knotengeduldsspiel. Kann man auch mit einem schönen Schnürsenkel selber machen. Dafür sich ein bisschen von den Eltern helfen lassen: Die Enden müssen über einer Flamme erhitzt werden, viele kleben dann wunderbar zusammen.

Das C-Wort

Wer's sagt, wird fit: Oder schafft es jemand, wie Kanzlerin Merkel in ihrer Pressekonferenz, nie "Corona" zu sagen, einen ganzen Tag lang? Wem das C-Wort doch rausrutscht, der muss sofort drei Burpees machen (egal wo, übrigens): aus dem Stand in den Liegestütz und wieder hoch, ein Luftsprung und wieder in den Armstütz.

Statt streiten

Markus Orths: Luftpiraten. Gelesen von Axel Prahl, cbj Audi

(Foto: GCA)

Manche Tage sind gerade gar nicht lustig. Ständig Wohnung, irgendwie alle aufeinander, irgendwann gibt's Zoff. Von der lustigen Seite von Streit handeln die "Luftpiraten". Den Sprecher kennen die Eltern aus dem Münsteraner Tatort. Er liest dieses lustig-grantige Märchen zwischen Himmelsstürmern, Luftikussen und Blitzschleichen.

Markus Orths: Luftpiraten. Gelesen von Axel Prahl, cbj Audi

Rausfinden

Was sollen denn diese komischen Konfettikringel hier? Ist eine Geheimschrift. Jeder Buchstabe ist mit einer Farbe verschlüsselt. Bekommst du raus, was da geschrieben steht? Dann schicke uns mal bitte "Ein Ochse" farbverschlüsselt. Oder entwickle deine ganz eigene Geheimschrift. Die mit den Farben gibt es sogar als Computerschrift.

(Foto: GCA)

Rausgehen

...also: fast. Das Online-Spiel Geoguessr setzt einen in Google-Earth wahllos an irgendeinem Ort ab. Anhand von Verkehrsschildern, Autos oder Gebäuden muss man raten, wo man sich befindet. Kann man super zusammen rätseln. Ein Spiel am Tag ist kostenlos. Was gut ist, denn: Suchtgefahr!

Reinknien

Challenge heißt Herausforderung - und gerade bringen sie einen gut durch die Langeweile: Fußball-Trainer schicken tägliche Übungen (oder auch Stars wie Toni Kroos), man kann sich an jeden-Tag-ein-Kunstwerk-Wettbewerben beteiligen (#artchallenge), und unsere Lieblingsdichterin Sabine Magnet hat eine Reim-Daheim-Challenge: Bis Mittwoch, 25. März, 16 Uhr an supermagnet3000@gmail.com kann man Zeilen zum Thema Furzen schicken: Gedichte über kleine, leise Pupse und große Stinkemonsterkracher

Ziehen

Natürlich gibt es gute Online-Schach-Seiten. Viel schöner ist es, wenn sich so ein Match mit dem Opa den ganzen Tag hinzieht. Zug für Zug schreibt man sich richtige Geheimbotschaften. Du so: "e2-e4" Opa so: "c7-c6" - Alles klar?

Kicken

(Foto: Juergen Dobelmann)

Klar geht Kricket auch zu Hause! Tore aus Einmal-Kleiderbügeln formen und auf Radiergummis spießen. Daraus einen kleinen Parcours durch die Wohnung vorbereiten. Ein Besen wird zum Schläger, die Kugel ist ein Tischtennisball, und das Ziel ist ein Sushi-Ess-Stäbchen, das in einem Spülschwamm steckt.

Dichten

Es genügt ein Klick an der Bildschirmecke, und schon klappt sich ein Fenster auf mit lustigen Namen: Lord LANdemort steht da zum Beispiel oder Martin-Router-King. Welches Netzwerk könnte welchem Nachbarn gehören? Wer nennt seine Internetverbindung WLANia Trump, wer In einem LAN vor unserer Zeit. Natürlich gibt es da immer auch die Kategorie FRITZ!Box 7312. Aus den anderen kann man ein Gedicht machen oder eine Geschichte erfinden. Oder einen Witz! Wer sich traut, kann das dann im Hausflur aufhängen. Damit alle was zum Grinsen haben. Unterschreiben könntest du mit dem eigenen Wlan-Namen. Wichtig: Vorher in einen witzigen umbenennen.

Lachen

(Foto: GCA)

Quatsch ist wichtig. Eh klar. Selten war er aber so wichtig wie jetzt. Manche vergessen das. Deswegen ruhig nach draußen damit. Etwa mit einer sinnlosen Straßenumfrage: "Was war zuerst da?" mit Abreißzettelchen, auf denen mal "Henne", mal "Ei" steht. Oder groß "Uhr vergessen?", auf den Zettelchen:"14:03", "7:38", "15:12". Oder groß "Zettel abreißen verboten", unten dann "Mir doch egal", "Ich kann nicht lesen", "Du bist nicht meine Mutter". Oder die nettfiese Sache mit den Tintenfischarmen ...

Malen

(Foto: GCA)

Viele Künstler laden gerade Arbeiten im Internet als Ausmalbilder hoch. Unser Liebling: Dieter Braun und seine Tiere. Finden wir, lieber Dieter, tierisch nett.

Spielen

Stürmer und Torwart zugleich? Geht locker. Ein Video davon ging gerade durchs Netz. Auch ein prima Drinnen-Solo-Sport: Wohnzimmertisch gegen die Wand schieben, mit Masking-Tape ein Netz aufkleben und Tischtennis gegen sich selbst spielen.

Ihr habt auch eine originelle Idee, wie man sich jetzt die Zeit vertreiben kann? Schreibt uns gerne an kinder-sz@sz.de mit dem Betreff "Kindertipp".

© SZ
Zur SZ-Startseite