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Aktuell:Gesperrter Luftraum

Flugzeuge vom Typ "Boeing 737 Max 8" müssen erst mal am Boden bleiben. Auch Deutschland hat ein Flugverbot ausgesprochen. Warum?

An Air Canada Boeing 737 MAX 8 aircraft is being towed in as another Air Canada Boeing 737 MAX 8 aircraft is seen on the ground at Toronto Pearson International Airport in Toronto

Müssen am Boden bleiben: Zwei Boeing „737 Max 8“, hier auf einem Flughafen im kanadischen Toronto. Sogar der Flugzeugbauer selbst empfahl, dieses Modell vorerst nicht starten zu lassen.

(Foto: Chris Helgren/REUTERS)

Wer schon einmal geflogen ist, saß vielleicht in einer Boeing 737. So heißt das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt, der VW-Golf unter den Flugzeugen sozusagen. Genau wie Autos werden auch Flugzeuge ständig weiterentwickelt, regelmäßig kommen neue Modelle auf den Markt. Mit der neuesten Boeing aber gibt es Probleme: Innerhalb von fünf Monaten sind zwei Flugzeuge vom Typ 737 Max 8 abgestürzt. Eines letzten Herbst in Indonesien und eines diese Woche in Äthiopien. Bei den Unfällen sind viele Menschen gestorben, die Behörden sind alarmiert und Fluggäste machen sich Sorgen. Flugzeugabstürze sind extrem selten. Diese Abstürze ähneln sich noch dazu: Beide Flugzeuge gerieten kurz nach dem Start bei gutem Wetter in Schwierigkeiten. In beiden Fällen liegt die Ursache wahrscheinlich am Flugzeug selbst. Und beide Flieger waren erst wenige Monate alt. Wahrscheinlich gibt es ein Problem mit der Elektronik: Die neuen Boeings haben ein Kontrollsystem, dass die Position der Flugzeugnase steuert. Doch offenbar funktioniert es nicht einwandfrei. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, bleibt der 737-Max-Flieger am Boden. Die Fluggäste in Deutschland werden davon allerdings wenig merken, denn das Modell ist hierzulande nicht besonders verbreitet. Der Hersteller Boeing hingegen hat nun ein Problem: Rund 380 Maschinen wurden bisher ausgeliefert - und die ersten Fluggesellschaften fordern bereits Schadenersatz für die Ausfälle wegen der Zwangsflugpause.

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