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Zeitgenössische Kunst:Vergaloppiert

Und jetzt? Der Schimmel in Basir Mahmoods Film "all voices are mine" wirkt so ratlos wie der Kunstbetrieb.

(Foto: Biennale)

Die zehnte Ausgabe der Berliner Biennale wurde von fünf schwarzen Kuratoren aus Johannesburg, Kampala, Sao Paolo, New York und Berlin gestaltet. Sie gelingt immer dort, wo es peinlich und ruckelig wird.

Das Budget war knapp, es reichte nur für einen Drehtag in den Bari Studios von Lahore, einem Zentrum der pakistanischen Filmindustrie. So bat der Künstler Basir Mahmood seine Schauspieler und das Team, Gesten oder Einstellungen aus vorangegangenen Filmprojekten zu wiederholen. Der Film "all voices are mine" besteht nun aus einer Abfolge recht unzusammenhängender Szenen in den abgetakelten Kulissen eines Filmdorfes: ein Soldat auf der Wache, ein Gärtner beim Blumengießen, flanierende Dorfbewohner.

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