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Von SZ-Autoren:Thomas Steinfeld über Italien

Wärme, heroische Küsten, Kulturdenkmäler: Italien steht für das bessere Leben. Aber die Nachrichten berichten jeden Tag von einem beunruhigenden Land. War es am Ende noch nie idyllisch?

Vielen erscheint Italien als eine höhere, freundliche und irgendwie bessere Form des Lebens: die Wärme, die Landschaften, die heroischen Küsten, die Kulturdenkmäler, die alten Innenstädte. Um so beunruhigender wirken die schlechten Nachrichten, die seit einigen Jahren in dichter Folge aus Italien kommen: Die neuen Meldungen berichten von einem Staat, an dessen Grenzen man Flüchtlinge zu Tausenden ertrinken lässt, in dem Brücken einstürzen und Mafiakriege geführt werden. Hat man sich getäuscht? Oder war Italien immer schon ein anderes Land, als man nördlich der Alpen hatte glauben wollen? Thomas Steinfeld, Feuilletonkorrespondent dieser Zeitung und mehrere Jahre in Venedig zu Hause, hat ein Buch über Italien geschrieben: ein Reisebuch, das vom Norden in den Süden und wieder zurück führt, eine Einführung, die das Wesen einer Piazza ebenso erklärt wie die Eigenheiten italienischer Automobile - und eine Erläuterung, warum es so falsch ist, Italien an den tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Errungenschaften vor allem Deutschlands zu messen.

Thomas Steinfeld: Italien. Porträt eines fremden Landes. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2020. 448 Seiten, 25 Euro.

© SZ vom 18.02.2020
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