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Soul:Yeehaw!

Sept 14 2014 Memphis Tennessee USA Soul singer Rev AL GREEN preaches in his own church Ful

"Macht Lärm für den Herrn": Al Green beim Gottesdienst in seiner Tabernacle Church in Memphis, Tennessee.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Sex oder Beten? "Jesus" oder "Baby"? Al Green plagten die gleichen Gewissensbisse wie viele afroamerikanische Soulsänger. Dann wurde er Prediger. Ein Besuch in seinem Gottesdienst in Memphis.

Wer den Elvis-Presley-Boulevard in Memphis Richtung Süden fährt, der kommt an Dutzenden von Fast-Food-Restaurants vorbei, an Reifenhändlern und Autowerkstätten, bevor man in eine unscheinbare kleine Teerstraße abbiegt. Nach ein paar hundert Metern durch Brachland und Vorstadtgärten ein großes Schild: Full Gospel Tabernacle Church. Ein "Amen" donnert durch den achteckigen Kirchenbau, während Neuankömmlinge händeschüttelnd durch die Reihen gehen: Die Männer in Anzügen, die Frauen in flieder- und minzfarbenen Kostümen und mit extravaganten Hutschleifen. Es riecht nach Parfum, die Luft steht warm und dick. Einige der "church ladies" in den vorderen Reihen sind von ihren Bänken aufgesprungen, nehmen mit den Hüften den Rhythmus der Kirchenband auf. Ein stampfender, sich steigernder Groove, dem ein hinter dem Altar wogender Chor göttliches Feuer einbläst: "Jesus is right on time/ he will work it out!"

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