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Schauspiel Frankfurt:Im Wutbad deutscher Kultur

Ersan Mondtags "Iphigenie" ist ein mystisches Asssoziationsspiel zum Thema "Fremdsein und Opfer - mit Anleihen bei den Hasstiraden heutiger Rechtspopulisten. Im Bild: Björn Meyer und Sylvana Seddig.

(Foto: Jessica Schäfer)

Zur Saisoneröffnung zeigt Regiestar Ersan Mondtag eine blutige "Iphigenie" mit Anleihen bei heutigen Rechtspopulisten. Kay Voges scheitert mit "Königin Lear".

Von Till Briegleb

Es gibt eine neue "Iphigenie". Sie ist nicht von Euripides, nicht von Goethe, sondern von Ersan Mondtag. So steht es in der Ankündigung des Schauspiels Frankfurt zur Eröffnungspremiere der neuen Saison. Dieser neue Antikenstoff wurde allerdings nicht niedergeschrieben. Zumindest nicht von dem jungen Regisseur Mondtag, der mit seinem beziehungsreichen Grusel-Soziogramm einer stummen Waldfamilie, "Tyrannis" am Staatstheater Kassel, den Überraschungserfolg der letzten Saison inszeniert hat und der daraufhin in der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute gleich in drei Kategorien (Regie, Bühne, Kostüme) zum größten Nahwuchstalent des Jahres gekürt wurde. Der Text der "Iphigenie" von Ersan Mondtag stammt vielmehr von den neuen deutschen Thymotikern, den Zornigen von rechts.

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