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Ruhrtriennale:Lauter Katastrophen

Die Mezzosopranistion Olivia Vermeulen vollstreckt in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg Nord auf herrliche Weise noch den größten Unsinn.

(Foto: Caroline Seidel/Ruhrtriennale 2017)

Nicolas Stemann inszeniert Elfriede Jelineks "Kein Licht 2011, 2012, 2017" als Musiktheater und rettet sich ins Kabarett.

Das kann nur großartig werden, denkt man vorab. Nicolas Stemann inszeniert bei der Ruhrtriennale einen Text von Elfriede Jelinek, "Kein Licht", der in seiner ursprünglichen Form 2011, ein halbes Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima herauskam. Diese behandelt der Text, doch Jelinek tat das, was sie oft tut, sie schrieb weiter daran, fügte 2012 eine Passage über individuelle Schuld dazu und dann noch eine in diesem Jahr. In der geht es um Donald Trump, und wenn sich die zarte Geistesriesin des riesigen Geistesunholds annimmt, dann verspricht das doch viel. Außerdem firmiert "Kein Licht. 2011/2012/2017" unter Musiktheater. Philippe Manoury hat Musik dazu geschrieben - es wäre der zweite Opernversuch nach einem Text von Jelinek überhaupt, nach Olga Neuwirths Vertonungen, und die sind auch schon mehr als zwanzig Jahre her.

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