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Reutberg:Nonnen bleiben

Franziskannerinnenkloster Reutberg, 2018
(Foto: Manfred Neubauer)

Erst Anfang November hatte die überraschende Kehrtwende beim Kloster Reutberg Schlagzeilen verursacht. Weil nur noch zwei Franziskanerinnen dort wohnten, sollte die Anlage aufgelöst werden. Doch die Schwestern Augustina und Faustina (siehe Foto) wehrten sich dagegen, wurden im Widerstand auch vom Verein "Freunde des Klosters Reutberg" unterstützt. Nun dürfen die Nonnen wohl bleiben. Die Vatikanische Ordenskongregation ernannte eine apostolische Kommissarin für das Kloster. Sie hat damit die Rechte und Pflichten einer Oberin. Zudem kann diese neue Schwestern eingliedern oder Novizinnen aufnehmen. Damit ist das Kloster wieder selbstbestimmt. Das war es elf Jahre lang nicht mehr, weil dort zu wenige Nonnen lebten. Das Erzbistum München und Freising ließ die ökonomischen Belange über externe Verwalter erledigen. Diesen Sommer hatte eine Unterstützergruppe im Münchner Ordinariat 6000 Unterschriften für den Erhalt des Klosters abgegeben.